Mittwoch, 4. März 2009

Päckchen

Am 24. Januar hatte meine Ma mir ein Päckchen geschickt an die Adresse des IPICyTs. Inhalt: Ein Brief, ein Cashmir-Pulli und eine Seidenhose aus Südafrika und ein Schutzengel. Mein Weihnachts- bzw. Geburtstagsgeschenk. Auf der Post sagte man ihr, es würde ca. 2 Wochen brauchen. Allerdings hatte sie es nicht registriert geschickt, sondern einfach so. Und es kam und kam nicht. Jeden Tag bin ich ins Alpha gegangen und hab nachgefragt. Mittlerweile hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben und mich schon durch die Phasen "Die Hoffnung stirbt zuletzt", Erkenntnis, Frust, Traurigkeit und Akzeptanz gekämpft und mich mit dem Gedanken abgefunden, dass sich wohl die Bekannte eines Zoll- oder Postbeamten über einen neuen Pulli und eine neue Hose freut. Im Alpha hab ich nur noch sporadisch vorbeigeschaut. Gestern war ich als letzte Chance auf der Post im Himalaya und hab dort mal nachgefragt und heute dann beschlossen, dass ich es ganz bleiben lasse. Aber welch Wunder, welche Freude: Als ich heute zufällig an der Rezeption des Beta vorbeikam um mir eine Tür aufschließen zu lassen, was sahen meine entzündeten Augen: Die Rezeptionsdame hielt mir ein Päckchen entgegen. Jipiehjeihe \o/
Die Hoffnung stirbt eben doch zuletzt :)

4 Monate

Pedro und ich haben heute 4-monatiges :). Heute abend gehen wir ins Kino und danach in die Bar, in der wir ein Paar geworden sind. Dort waren wir schon ewig nicht mehr und es wird wohl auch das letzte Mal werden. Naja, zumindest für eine ziemlich lange Zeit.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Postkarten

Meine Zeit hier geht dem Ende zu. Wenn also irgendwer der Meinung ist, jetzt noch schnell eine Postkarte geschickt bekommen zu wollen, sollte er sich beeilen, mir seine Adresse zukommen zu lassen und ich werde sehen, was sich machen lässt.
@ Markus und Yvonne: Falls ihr das lest, ich brauch ganz dringend eure Adresse, ich hab keine Ahnung, wo ich suchen soll.

Happy Birthday Christopher!

Wie gesagt, die Geburtstage häufen sich. Also auch dir alles Gute zum Geburtstag und hoffentlich sehen wir und demnächst mal wieder, wenn ich wieder da bin. Wird ja höchste Zeit.

Schlittschuhlaufen bei gefühlten 30 Grad - wo gibt's denn sowas? - Na, in San Luis Potosi.

Seit dem 22. Dezember gibt es im Morales-Park eine Freiluft-Schlittschuhbahn, aber das hab ich ja schon berichtet. Geöffnet sein wird sie noch bis Ende diesen Monats, also höchste Zeit, hinzugehen, wenn man denn will. Daher haben wir letzten Sonntag 1 Kilo Reis und 1 Kilo Bohnen gegen 2 Tickets für heute, Mittwoch, den 25.2 von 16 bis 17 Uhr getauscht. Eigentlich wollten wir ja von 15 bis 16 Uhr, aber da ist die Bahn geschlossen.
Daher wollten wir heute an der Uni Mittagessen und dann direkt dorthin wechseln. Allerdings war an der Uni alles voll, also gab's Sushi vom Sushi-Imbiss und das haben wir dann im Park gefuttert. Und dann waren wir Schlittschuhlaufen. Der Wetterbericht sagt 24 Grad Celsius, gefühlte 30. Und wir waren Freiluftschlittschuhlaufen. Wie krass ist das denn?


Nicht so angenehm war, dass die Piste dementsprechend seeehr wasserbedeckt war und ebenso unangenehm war, dass die Schuhe so mal überhaupt keinen Schliff hatten, was zusammen mit den Pistenbedingungen (überall Huppel durch die Kühlröhren und andere Widrigkeiten, teilweise durch organgefarbene Pilone gekennzeichnet) das Unternehmen doch sehr wacklig gemacht hat. Naja, wir sind also ein bisschen durch die Gegend geschliddert. Pedro ist einige Runden gefahren und hatte dann keine Lust mehr (das war sein erstes Mal auf dem Eis und er meinte, schon Inlineskaten würde er hassen) und ich bin dann noch ein bisschen allein darum gekurvt. Und just als ich beschloss, dass ich jetzt auch keine Lust mehr habe, war die Zeit auch vorbei.

Die wackeren Helden nach dem Laufen

Fazit: Vom Laufgefühl her zwar nicht so toll, aber durch das Wetter durchaus eine 'gar nicht so coole und daher eben doch coole' Erfahrung.

Coraline: Filmkritik (naja, Kritik kann man das nicht nennen, aber egal)

Letzte Woche waren wir dann endlich im neuen Film der Macher von Nightmare before Christmas: Coraline. Und das ganze auch noch in der Version 3D. Auch wenn ich das ständige Gucken durch die 3D-Brille etwas anstrengend finde und sich die Augen beim Abnehmen dieser fühlbar entspannen, war es doch mal was anderes und insgesamt hat mir der Film auch gut gefallen hat. Er ist jetzt nicht so das riesen-super-duper-musst-du-gesehen-haben-Event, aber die Geschichte ist orginell und nett erzählt. Und für einen Kinderfilm an manchen stellen durchaus gruselig (Knöpfe in die Augen nähen *schauder*).


Er handelt von Coraline, die mit ihren Eltern in ein abgelegenes Haus zieht in einer gruseligen Gegend umgeben von merkwürdigen Hausmitbewohnern. Außerdem gibt es da noch den Nachbarsjungen mit seiner Katze, der ihr anscheinend nachspioniert und für ihren Geschack einfach zu viel redet. Mich erinnert dieser Nachbarsjunge schrecklich an Carsten - durch sein Aussehen, nicht durchs Reden.
Coralines Problem ist nun, dass ihre Eltern ihr einfach keine Beachtung schenken. Eines Nachts findet sie eine versteckte Tür durch die sie in ein fast identisches Haus gelangt, indem jedoch alles positiv ist und in dem ihre Eltern, die sich als ihre anderen Eltern vorstellen und statt Augen Knöpfe haben sie umhüddeln und umtüddeln, ihr tolles Essen kochen und einen wunderschönen Garten widmen und wo sie die Nachbarn mit ihr gewidmeten Shows überraschen. Die Nacht schläft sie ein in -nennen wir es- Haus 2... und wacht zu ihrer Enttäuschung in Haus 1 wieder auf. Das geht 2 oder 3 Nächte lang so.. bis sich herausstellt, dass vielleicht doch nicht alles so toll ist, wie es scheint. Die andere Mutter möchte, dass Coraline für immer bei ihr bleibt und ihr zum Zeichen dessen Knöpfe in die Augen nähen. Das findet Coraline jetzt gar nicht mehr so toll und versucht zu fliehen, woraufhin sie die andere Mutter, die sich als böse Hexe entpuppt in eine Kammer sperrt, wo sie die Seelen von 3 Kindern trifft, die eben dies mit sich machen ließen. Und es beginnt das Spielchen Coraline - mit des Jungen Katze, die sich in beiden Welten bewegen und in Welt 2 sprechen kann - gegen Hexe. Der Einsatz der Hexe: Freiheit für die Seelen der Kinder, für Coraline und für ihre Eltern (die sie in der Zwischenzeit entführt hat). Der Einsatz von Coraline: Ihre Augen bzw. die Möglichkeit für die Hexe, ihr Knöpfe in die Augen zu nähen. Das Spiel: In jedem der Werke, die die Hexe für Coraline geschaffen hat, ist das Auge eines Kindes versteckt. Diese muss Coraline finden und zusätzlich ihre Eltern. Was ihr natürlich am Ende auch gelingt mithilfe der Katze und des Nachbarjungen. Und am Ende sind ihre Eltern, die Notiz von plötzlichem beruflichen Erfolg vernommen haben, auch wieder besser drauf und es gibt ein hübsches Fest mit allen Nachbarn und alle sind glücklich und zufrieden. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Montag, 23. Februar 2009

Happy Birthday Carsten!

In diesen Tagen häufen sich die Geburtstage: Alles Gute zum Geburtstag Carsten. Ich hoffe, du verbringst den Tag gut und lässt dich schön feiern. Ich melde mich, wenn ich wieder daheim bin.
Alles Liebe, Jessi

Geburtstag

Gestern hätte mein Vater Geburtstag gehabt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir das erst gestern Abend beim Ins-Bett-gehen aufgefallen ist. Ich verliere mehr und mehr das Zeitgefühl an den Wochenenden. Also: Alles Gute zum Geburtstag nach wo-auch-immer-er-sein-mag. Ich hoffe, er hat diesen Tag gut verbracht: mit Croissants mit Marmelade und Kaffee und BILD-Zeitung zum Frühstück und Abendessen beim Griechen und Gesellschaft seiner früheren Lieben, wir lassen ja hoffentlich noch auf uns warten.

Wer erstellt über sowas Statistiken?

Meine Eltern waren ihrer Zeit voraus, oder zumindest wären sie es gewesen, hätten sie in den USA gelebt. Soeben habe ich herausgefunden, dass in den 80'er Jahren der Babyname Jessica dort extrem beliebt war. Seine Spitze hatte dieser Trend im Jahre '86, zu welcher Zeit in fast allen US-amerikanischen Bundesstaaten der Babyname Jessica auf Platz 1 oder wenigstens Platz 2 der Beliebtheitsliste stand. Ich bin Jahrgang '82 und zu dieser Zeit war es noch nicht ganz so beliebt. In Deutschland scheint dieser Trend aber erst später eingesetzt zu haben, was mich immer wieder irritiert, wenn ich in Kaufhaus XY in der Umkleidekabine stehe und eine völlig entnervte Mutter schreit "Jessica, hör endlich auf damit" und es sich bei dieser Mutter nicht um die meinige handelt (die auch nicht zu schreien pflegt).
In diesem Sinne, ordinäre Grüße

Donnerstag, 19. Februar 2009

Server mit Meinung

Wollte gerade bei Twitter einloggen. Komme auf eine Seite, auf der steht: "Access denied. The server understands the request but is refusing to fullfill it." Na, das ist doch tröstlich, wenigstens versteht er mich. What the heck?

Dienstag, 17. Februar 2009

Wetter

Es wird jeden Tag wärmer. Heute war sogar der Wind warm. Super sommerlich bei paar-und-zwanzig Grad. Herrlich.

Quarantäne - Diesen Film müsst ihr (ganz sicher nicht) gesehen haben

Sonntag abend waren wir im Kino. Für Caroline,in 3D war es schon zu spät als wir ankamen. Es standen noch mehr oder weniger zur Auswahl "Walküre" und Quarantäne. Da ich mir für "Walküre" noch geschichtlichen Hintergrund anlesen wollte, haben wir uns dazu entschieden, erst in den Supermarkt zu fahren und dann für "Quarantäne" wiederzukommen. Wären wir mal besser im Supermarkt geblieben. Dieser Film ist in der Tat so schlecht, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wann ich zum letzten Mal einen so schlechten Film gesehen habe. Remake des spanischen Films "Rec" von 2007.


"Quarantäne" handelt von einer Reporterin und ihrem Kameramann, die eine Nacht bei der Feuerwehr dabei sind für ihre Show. Sie werden zu einem Einsatz gerufen: Eine alte Dame hat in einem Mietshaus geschriehen. Die Polizei ist schon vor Ort. Feuerwehr, Reporterin und Kameramann betreten das Gebäude, betreten die Wohnung und einer der Männer wird von der alten Dame mit Schaum vorm Mund angefallen und gebissen. Als sie daraufhin das Gebäude verlassen wollen, stellen sie fest, dass es von der Polizei hermetisch abgeriegelt und der Seuchenschutz alamiert wurde. Bei der Seuche handelt es sich wohl um Tollwut, daher 100% zum Tode führend, allerdings mit einer Inkubationszeit von einer Stunde. Und das Zombiegebeiße geht los.
Gehen wir davon aus, dass bis zum Einsatz der Zombiehorrorhandlung 20 langweilige Minuten vergehen, folgen 69 Minuten Gekreische mit wackliger Handkameraführung a la Blair-Witch-Project. Danach war mir schlecht und meine Ohren schmerzten. Mit intelligenter Handlung rechnet man bei solchen Filmen ja gar nicht, aber auch Grusel und Spannung suchte ich vergebens, während Pedro in seinem Sitz zusehends mit dem Schlaf kämpfte.
Fazit: Das hat's wirklich nicht gebraucht.

Valentinstag

Ja, ich geb es zu, auch wir haben uns der Feier des erfundenen Festtages hingegeben. Erst haben wir schön ausgeschlafen und dann ist Pedro schnell zur Bank geflitzt. Nachdem wir uns dann noch ein bisschen unvalentinstagsmäßig gefetzt haben, war der Rest des Tages dann tatsächlich recht harmonisch. Wir haben uns sogar was geschenkt, uih... ganz kommerziell. Pedro hat mir Blumen mitgebracht (Gerberas und eine weiße Rose, rote gab es nämlich keine mehr) und hat mir eine Kuschelkuh geschenkt. Eigentlich sollte es eine "Ein-Physiker-schenkt-einem-anderen-Physiker-eine-Kuh-in-Kugelform"-Kuh werden, aber auch die waren kurz davor ausverkauft und daher ist eine nichtsphärische Kuh in lila-gelb geworden. Sehr schmusig.

Foto der Kuh

Auf dem Weg zur Stadt haben wir an der spanischen Buchhandlung haltgemacht und Pedro hat churroessend auf mich gewartet bis ich mit meinem Valentinstagsgeschenk für ihn wiederkam: ein Gedichtband, sehr klassisch. In der Zeit hat er schöne Fotos der Carranza-Palmen im Sonneschein gemacht.

Carranza-Palmen im Sonnenschein

Und dann sind wir in der Stadt spazieren gegangen im Sonnenschein. Das könnte ich jeden Tag machen, herrlich. Und ich habe einen Heliumluftballon in Herzform bekommen. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich den letzten Heliumballon hatte, das muss Jahre her sein :) Wir sind dann im Zentrum rumgebummelt bis es dunkel wurde

Foto auf den Treppen

und wollten danach Sushi essen gehen im Sushi-Itto. Allerdings mussten wir feststellen, dass der Laden dichtgemacht hatte. Also Planänderung und Abendessen im Taifun. Dort gab es auch noch 2 freie Tische, einen mit einer Couch und einen so halb im Flur mit 2 Cocktailsesseln. Alles war super-valentinstags-gruselig und es kam sogar eine der Angestellten und hat ein Foto von uns gemacht und das sollen wir jetzt per Mail zugeschickt bekommen. Ich hoffe, dass machen die auch.


Das Essen war okay. Als Vorspeise gab's Krabbenspieße (ich liebe Krabben) und für Pedro gebratenen Reis, den er allerdings nicht so toll fand. Und dann ein Sushi-Maki und zum Nachtisch Eis-Tempura. Und dann kamen die Ober mit einem Päckchen mit einem Kuschelaffen und haben eine Tombola veranstaltet. Jeder Tisch sollte ein Los ziehen. Hab also ein Los gezogen und schöne Worte gewonnen: "Vielen Dank für Ihren Besuch". Das freut doch. Und dann kamen die Herrschaften nochmal vorbei. Der Preis sei nicht verlost worden, man solle noch ein Los ziehen. "Pedro, du bist an der Reihe" - "Nein, mach du, du hast Glück" - "Nein, ich hab eben schon, jetzt du." - "Na gut." Und er hat tatsächlich gewonnen. Und musste mir dann natürlich offiziell für die Kamera den Affen überreichen. Ich hoffe, sie schicken auch dieses Foto. Ich hoffe, sie schicken überhaupt ein Foto. Ich lass einfach mal ein bisschen Platz:


Eigentlich wollten wir ja noch ins Kino, aber nach dem Essen war es dann so spät, dass wir einfach nur noch nach Hause sind. Und das war der 14. Februar diesen Jahres.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Heimkehr

Hallo Fränky,
bin am 11. März um 14.30 Uhr in Frankfurt am Flughafen.

Anleitung zum Kommentare verfassen und hey, mein Mik funktioniert wieder

Mein Mikrofon funktioniert wieder. Nee, stimmt so nicht. Hab bloß festgestellt, dass das Problem mit dem Mik nicht an den Einstellungen von Skype liegt, sondern am Headset. Anscheinend ist das Mik kaputt. Mit dem im Laptop eingebauten Mik funktioniert es jedenfalls, d.h. ich kann wieder mit meiner Ma sprechen und nicht: sie spricht und ich höre ihr zu und tippe Antworten. Das ist durchaus sehr angenehm so. Allerdings doch etwas ärgerlich, dass ich so lange gebraucht hab um das festzustellen.
Jedenfalls kann meine Ma jetzt auch Kommentare schreiben. Falls noch jemand dieses Problem haben sollte:
Auf x Kommentare klicken. Namen/anonym/was auch immer auswählen. Kommentar schreiben. Auf "Kommentar schreiben" oder so ähnlich klicken. Fertig.
Und: Nein, ein Gästebuch gibt's nicht, wer will, muss mir 'nen Kommentar schreiben

Sonne genießen

Heute waren wir zum Mittagessen bei der Dame an der Uni. Gut war's. Nachdem ich gestern das Mittagessen nicht vertragen habe und mir den ganzen Tag über schlecht war, stand mir der Sinn nicht so unbedingt nach dem Essen in der Cabanna. Danach waren wir im El Dorado - endlich neue Kontaktlinsen, jipieh - und haben uns dann noch so ein Viertelstündchen mit einem Eiskaffee in den Park gesetzt und die Sonne genossen. War sehr schön idyllisch.

3 Monate

Pedro und ich hatten gestern 3-monatiges. Abends sind wir in der Stadt rumgelaufen und wussten nicht, was wir tun sollten. So wie früher :)

Lange lebe Antivir

Wie ja gestern schon berichtet, haben wir uns mit einem Virus rumgeschlagen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, ein Hoch auf ein aktualisiertes, gut-funktionierendes Antivirenprogram zu singen. Pedro hat sich den Virus eingefangen, hat sich die externe Festplatte infiziert und damit seine beiden Computer zu Hause infiziert, d.h. der Virus hat sich auch in den Systemordnern der PCs breit gemacht. Beim Anschließen meiner externen Festplatte an seinen Laptop hab ich mir dann meine Festplatte infiziert (daher der Ärger mit den Ordnern). Beim Anschließen sowohl seiner als auch meiner Festplatte an meinen Laptop hat allerdings sofort das Antivir losgeschlagen und die Dateien in Quarantäne geschickt. Daher hat sich der Virus nicht auf meinem PC breit gemacht und ich musste nur meine Festplatte reinigen. Pedro hat außerdem noch den ganzen Ärger mit den PCs selber. Lang lebe eine gut funktonierendes, stets aktuelles Antivirenprogramm.

Mittwoch, 4. Februar 2009

W32/Kashu.A : Verdammter Virus, Cabron

Ich durfte mich jetzt mit dem Virus W32/Kashu.A herumschlagen, dem Mistding. Was macht er? Er nimmt Ordnernamen, erstellt exe-Dateien mit diesen Namen und ändert die Ordneroptionen in versteckte Systemordner, d.h. man sieht dann nur noch die exe-Dateien. Glücklicherweise meldet zumindest Antivir dann die exe-Dateien als virenverseucht. Hab jetzt sämtliche verseuchten exe-Dateien gelöscht, allerdings bleiben die Ordner natürlich versteckt. Daher dann in Extras -> Ordneroptionen das Häkchen bei: Systemordner verstecken entfernen. Dann sieht man wenigstens die Ordner wieder. Damit man aber nicht immer sämtliche Systemordner sieht ist meine (zugegeben wenig elegante) Lösung: Für jeden Ordner einen Ordner2 erstellen, die Inhalte aus Ordner ausschneiden, in Ordner2 einfügen, Ordner löschen und Ordner2 in Ordner umbenennen. Ist zwar mühsam, aber funktioniert. Blöder Virus!

Happy Birthday Lena!

In dieser Zeit gibt es viele Geburtstage zu feiern. So hatte auch Lena am Samstag Geburtstag. Auch dir alles Liebe und Gute zum Geburtstag, oder wie wir in der Grundschule immer gesungen haben: Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen, Gesundheit und Frohsinn sei auch mit dabei.

Wenn Schildkröten die Weltherrschaft an sich reißen

Dass Georg-Viktor, während ich sein Aquarium putze, mit Erfolg an einer senkrechten Wand aus dem Waschbecken zu steigt, weiß ich schon länger, aber damit, dass die Situation solche Ausmaßen annehmen würde, hatte ich nicht gerechnet. Ich bin stolze Mama dreier Schildkröten: Georg-Viktor, Ilserick-Ismael und Mariepierre-Maximilian. Neulich kam ich nach Hause und plötzlich waren es derer vier und sie waren wesentlich größer als noch am Morgen. Hatte ich ihnen so viel zum Frühstück gegeben? Noch dazu versuchte eine, an der Aquarienwand hochzuklettern. Natürlich wurde sie umgehend zurück ins Becken gesetzt. Da kam aus der Ecke des Zimmers eine weitere Schildkröte hervorgekrochen - welch ein Monstrum. Und noch eine. Und noch eine! Und auch die Schildkröten im Aquarium versuchten wieder, die Wände zu erklimmen. Und ständig wurden es mehr. Pedro kam um die Ecke, um zu fragen, was den los sei. Und da kam auch noch ein Oktopus hinzu - woher auch immer der gekommen sein mochte- , näherte sich ihm am Boden und - fast am Ziel - erhob er sich fliegenderweise auf Überkopfhöhe. Meinen Versuch, ihn mit einem Besen abzuwehren, ignorierend, erhob er sich über meinen Kopf - so dass ich direkt von unten in ihn hineinsehen konnte - und ließ sich fallen, direkt in Richtung meines nach oben gerichteten Gesichts. Ich ließ einen Schrei erklingen -- und erwachte.
Und dabei heißt es immer, Haustiere würden Stress mildern...

Freitag, 30. Januar 2009

Sonntag mittags um 12 Uhr ins Theater in ein klassiches Konzert, wenn draußen sommerliches Wetter herrscht. Will man das wirklich?

Heute ist Freitag und es gibt mal wieder klassische Musik. Mit Lupita war ich ja schon in einem Konzert, in dem Strauss und Tschaikowski gespielt wurden und auch "Die Fledermaus" haben wir schon zusammen gesehen, in einer deutsch-mexikanischen Koproduktion, in der die Dialoge auf Spanisch und die Lieder auf Deutsch waren. Allerdings waren die Lieder so schwer zu verstehen, dass ich die spanische Übersetzung mitlesen musste :( An dem Abend hat Lupita auch meinen Rucksack (inklusive Laptop mit Diplomarbeit) vor dem Absturz aus dem ersten Stock (wo unsere Sitze waren) gerettet. Die Heldin meines Abends.


Weiterhin zusammen gesehen haben wir kurz vor Weihnachten "Der Nussknacker". Auch sehr hübsch. Und unglaublich, wie viele Lieder man aus dem Nussnkacker kennt, ohne es zu wissen.


Und heute wollten wir eigentlich wieder gehen. Gespielt wird Tschaikowski und ich weiß nicht, wer noch. Allerdings hat sie gerade geschrieben, dass sie für Sonntag mittag um 12 Uhr Freikarten hat. Will ich Sonntag mittags um 12 Uhr ins Theater in ein klassiches Konzert? Wenn es draußen sommerliche Temperaturen sind und man faul im Park liegen könnte. Ich weiß ja nicht... Mal schauen, aber heute wird das dann wohl zumindest schon mal nichts.

Tattoo

Pedro hat mir ein Tattoo auf den Unterarm gemalt. Es zeigt den größten der drei Bambuspflanzen, die auf unserem Essenstisch stehen.

Endlich: Tacos rojos

Endlich gab es Tacos rojos. Und gut waren sie. Und reichlich. Den Reis hab ich nicht gegessen und war trotzdem pappsatt.

Salsa-Kurs

Gestern haben Pedro und ich endlich angefangen zu tanzen. Nachdem er ja schon vor ewigen Zeiten einen Kurs runtergeladen hat, haben wir gestern abend, nachdem wir vom Institut zu Hause waren und ein bisschen die Schmuckbastelanleitungen angeguckt hatten, die Matraze beiseite geräumt und angefangen, nach dem Video Salsaschritte zu üben. Und es hat durchaus Spaß gemacht. War richtig lustig. O-Ton Pedro: "Nächsten Freitag gehen wir tanzen." - "Geht nicht, nächstes Wochenende fahren wir mit zu Jorge und Rox." - "Dann eben Donnerstag." Jetzt bin ich ja mal gespannt, ob das was wird.
Nachtrag: Eben hat Jorge angerufen: Nächste Woche fängt ein neuer Salsakurs an: 4 Tage die Woche, 2 Tage im Haus der Lehrer, 2 Tage in der betreffenden Bar. Dauer: 1 Monat. Pedro hat gesagt, er wolle gehen. Ich bleibe gespannt.

Neues Jahr, neues Piercing

Ich war dann gestern abend tatsächlich mein Piercing neu stechen lassen. Der Mensch hatte Recht: Es hat wesentlich mehr weh getan als beim ersten Mal. Und ich hatte wesentlich mehr Kreislaufschwierigkeiten. Während ich beim letzten Mal nur leicht benommen danach war, ist mir gestern tatsächlich so stark der Blutdruck abgesackt, dass ich nah dran war umzukippen und mich ganz schnell setzen musste. Und danach war mir so übel, dass ich das Gefühl hatte, mich beinahe übergeben zu müssen. Ich bin so ein Weichei!
Pedro war mit, konnte mir aber kein Händchen halten, dafür war nicht genug Platz. Er hat von unten von der Couch aus zugeguckt und musste mich dann danach eien. Aber das hat er gut gemacht.

Happy Birthday Mama!

Meine Ma hat heute Geburtstag, wie alt sie wird verrate ich euch allerdings nicht. Ich wünsche dir alles Liebe und Gute zum Geburtstag, viel Glück und Zufriedenheit und hoffe, du hattest einen schönen Tag.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Welche Serie schauen?

Ich brauch mal einen Ratschlag: Nachdem wir jetzt mit sämtlichen Desperate Housewives-Folgen durch sind, stellt sich uns die Frage, was wir als nächstes gucken wollen. Zur Auswahl stehen: Grey's Anatomy, Lost, Heros und eventuell, aber nur ganz eventuell Californiacation. Hat jemand eine Empfehlung zu machen?

Filmkritik: Der merkwürdige Fall des Benjamin Button

Gestern war Mittwoch und mittwochs ist Kinotag, der Eintritt kostet nur 33 statt 50 Pesos, also bei einem angenommen Wechselkurs von 15 zu 1 (momentan ist allerdings fast 20 zu 1) 2 Euro und ein paar zerquetschte statt den normalen 3,30 Euro. Anmerkung: 3,30 Euro als regulärer Kinopreis, ist das nicht toll?
Jedenfalls haben wir die Gelegenheit genutzt um uns in der Spätvorstellung um 21.50 Uhr den "The Curious Case of Benjamin Button" anzuschauen. Eigentlich wollten wir den Samstag schon sehen, hatten dann aber spontan beschlossen, die Zeit mit Jaime zu verbringen (wir waren dann zu dritt in der Querencia) und ihn anschließend zum Bahnhof zu bringen.


Fazit des Films: Laut Programm dauert der Film 166 Minuten, jedoch vergeht die Zeit wie im Flug, Längen existieren praktisch keine. Benjamin Button wird als Greis mit 80 Jahren geboren um von da an jeden Tag jünger zu werden. Seine ersten Jahre verbringt er im Altersheim, wo er auf Daisy trifft, die dort regelmäßig ihre Großmutter besucht. Er verliebt sich auf den ersten Blick. Die Geschichte ist locker und leicht ohne oberflächlich zu wirken. Die Haupthandlung wird im Tagebuchstil erzählt (inklusive innerer Monologe) was dem Zuschauer den Hauptcharakter nahe bringt. Erzählt wird sein ganzes Leben bzw. auch das von Daisy, die ihre Zeit und ihren Alterungsprozess in natürlicher Weise durchläuft. Einige Lacher lockern die Atmosphäre auf. Und zu guterletzt: Brad Pitt in seinen mittleren Jahren ist natürlich ein Hingucker und in der ersten Szene, in der er auf einem Motorrad zu sehen ist (nach dem Motto: jung und frei) ging ein eindeutig zu vernehmendes Raunen durchs Publikum :) . Aber auch für Leute, die keine ausgesprochenen Pitt-Fans sind, ist der Film zu empfehlen. Die Charaktere sind meiner Meinung nach durch die Reihe weg gut gespielt und liebevoll ausgearbeitet ohne dabei jedoch kitschig zu wirken. Obwohl der Film auch ein Liebesfilm ist, ist er für mich in erster Linie ein Film über das Leben. Alles in allem: Sehr zu empfehlen.
Gerade hab ich gelesen, dass Eric Roth der Drehbuchautor ist. Er hat auch das Drehbuch zu Forrest Gump geschrieben. Und ja: wenn man's weiß, sind die Parallelen im Stil offensichtlich.

Zeug, Zeug und mehr Zeug

Nachdem ich gestern immer noch keine Antwort von Eeuwe erhalten hab, bin ich Nachmittags ins Zentrum gefahren um die Schmuckzange umzutauschen und jetzt hab ich endlich alle Zangen zusammen. Außerdem hab ich Material für meine erste Kette gekauft und einen weiteren Handyanhänger gebastelt: eine Ballerina. Hier ist ein Foto:

Foto der Ballerina

So langsam hab ich auch rausgefunden, welche der Stände was günstig verkaufen und sammel mehr und mehr Ideen. Und Pedro ist gerade dabei, mir Anleitung herunterzuladen. Mehr Ideen, jpieh! Hoffentlich hab ich heute abend Zeit, was zu basteln. Gestern war das nicht der Fall. Nachdem wir zu Hause waren, haben wir uns fertig gemacht und sind Laufen gegangen, allerdings nicht allzu weit, nur bis zum McDonalds und zurück. Ich muss mir angewöhnen, vorher eine Kleinigkeit zu essen. Ich hatte so Hunger, dass ich beim Laufen so starke Bauchschmerzen bekommen habe, dass ich gehen musste. Und ich bin echt schlapp, mir tun die Oberschenkel weh, dass es nicht zu glauben ist :( Pedro ist hochmotiviert, der war heute morgen nach dem Aufstehen schon wieder laufen. Er meint, er wolle den nächsten Monat mindestens 5 Kilo abnehmen und dafür zweimal pro Tag Joggen gehen. Na dann viel Spaß. Ich beschränke mich da auf abends, das reicht mir völlig.
Heute morgen waren wir an der Uni, weil Pedro noch Sachen für sein Stipendium regeln musste. Und ich hab seinen Betreuer von dort getroffen, Dr. Boris. Ein Russe. Der mal in der Schule Deutsch gelernt hat und noch ein bisschen spricht und den gleichen Akzent hat wie Dimitry. Und davon abgesehen einen extrem sympatischen Eindruck macht. Pedro hat echt Glück gehabt mit seinen Betreuern...
Was gibt's noch Neues? Vorgestern beim Laufen hab ich mein Bauchnabelpiercing verloren und bis ich gestern ein neues gekauft hatte, hatte sich das Loch schon geschlossen. Jetzt muss ich gucken, ob es besser ist, es gleich neu zu stechen oder noch zu warten. Aber ich hab keine Lust. Beim letzten Mal hat es zwar nicht weh getan, aber ich bin wohl mit den Jahren etwas empfindlich geworden und wäre fast umgekippt. Und die ganze Pflegerei danach ist echt nervtötend. :(
War gerade beim Piercer. Es ist kein Problem, das direkt neu zu stechen. Aber er meinte, es würde etwas mehr weh tun. Jetzt hab ich Angst. Nachher gehen wir vorbei und Pedro hat versprochen, mir Händchen zu halten. *schlotter*
Ach ja: Ich hab immer noch keine Antwort von Eeuwe und es gab auch immer noch keine Tacos rojos. Aber wenigstens wurde uns versprochen, dass es morgen welche geben wird. Wir bleiben gespannt.

Tacos oder keine Tacos, das ist hier die Frage

Gestern gab's keine Tacos. *frust* Daraufhin sind wir zum Essen an die Uni gefahren. Mal sehen, wie es heute aussieht. *daumendrück*

Mittwoch, 28. Januar 2009

Tacos rojos

Ich liebe ja Tacos rojos. Tacos rojos sind halt Tacos in Tomaten-Chile-Soße, normalerweise gefüllt mit Käse und sie kommen mit Salat, Tomatensoße, Crema und werden bedeckt mit Kartoffel-Möhrengemüse. Und sie sind superlecker, zumindest in der Cabanna, der einzige Ort, wo ich bis jetzt welche gegessen hab. Schon seit ein paar Tagen, wollte ich mal wieder Tacos rojos essen, aber es gab nie welche. Vorgestern hab ich mich darüber mit Pedro unterhalten und er schlug vor, hier in der Nähe Tacos rojos essen zu gehen. In der Straße zwischen dem Moralespark und dem Institut gibt es jede Menge kleine Lokalitäten. Wir haben dann mehr oder weniger zufällig eins ausgesucht, wo eben jene Tacos auf dem Menü stehen. Haben noch eine Suppe vorher bestellt und uns auf unsere Tacos gefreut. Die Suppe war auch gut, meine war wirklich sehr lecker. Die Horchata war auch okay. Und dann kamen die Tacos rojos: Kleine Dinge, ohne Crema, mit geschätzen zwei Stückelchen Möhre und 3 Stückelchen Kartoffel bedeckt und in Öl nicht ertrinkend, sondern eher schon ersaufend. Und dazu noch in einem Öl, dass so einen starken Eigengeschmack hatte (mich hat er sehr stark an den Geruch in der Mühle meines Großvaters erinnert), dass es den Geschmack von allem anderen praktisch ausgelöscht hat. In meinen ganzen 9 Monaten hier hab ich noch nichts so ekliges gegessen. Vorher hatte ich so viel Hunger, dass ich schon Bauchschmerzen hatte, aber gegessen hab ich trotzdem nicht alles. Nachher hatte ich immer noch Hunger, aber ich habs einfach nicht fertig gebracht. Fazit: So gut die Suppe auch gewesen sein mag, diesen Ort betrete ich sicher keine zweiter Mal.
P.S.: Gestern hat Pedro in der Cabanna gefragt, wann es wieder Tacos rojos gäbe. Er hat uns welche für heute versprochen. Ich freu mich drauf :)

Schmuck, Juwelen, *augenglänz*

Vorgestern hab ich endlich die Zangen gekauft, die man zum Schmuck basteln braucht und noch ein bisschen mehr Material. Ich hatte ja schon erzählt, dass ich meine beiden Erstlingswerke schon im Laden gemacht hab (um zu testen, ob mir sowas Spaß macht) und das Foto hab ich immer noch nicht gepostet, aber ich muss er vor allem erstmal machen, Asche auf mein Haupt. Gestern abend hab ich aber das erste Mal zu Hause gebastelt. Nachdem wir nach dem Laufen wieder zu Hause waren, hab ich einfach mal angefangen. Da ich mich in einer Zange vertan hab und die noch umtauschen muss (die Zange zum Quetschperlen benutzen), musste ich etwas machen, das keine Quetschperlen verlangt und hab mich dran gemacht, Handyanhänger in Engelchengestalt herzustellen. Angefangen hab ich mit den roten und dann hatte ich noch Zeit, 2 rosafarbene zu machen. Und sie sind superniedlich geworden. Hier ist ein Foto der einzelnen Modelle:


Da ich immer noch keine Mail von meinem Betreuer Eeuwe erhalten hab und daher nicht mit meiner Arbeit anfangen kann und überhaupt keine Lust auf Lernen hatte, hab ich gestern Nachmittag im Netz ein bisschen nach Schuckideen gestöbert und hab einige coole Dinge gefunden. Mal gucken, wie ich in den nächsten Tagen dazu komme, was zu machen, aber das gestern hat riesig Spaß gemacht. Wenn alles gut läuft, fang ich an, das Zeug bei Ebay zu verkaufen :) Von irgendwas muss so ein armer Student ja auch leben. Schaun mer ma. Nach dem Mittagessen geh ich erstmal in die Stadt und tausch die Zange um. Und guck nochmal nach Ideen.

Autsch, autsch, ....

Vorgestern bin ich durchs Zentrum gelaufen und hab einen seitlichen Blick in ein Schaufenster geworfen. Erster Gedanke: Verdammt, ich muss mehr Sport machen. Den Abend wollte ich anfangen zu laufen, aber da Pedro mit wollte, hab ich auf ihn gewartet und dann war's zu spät. Also waren wir gestern. Waren erst im Supermarkt und dann sind wir in den Vias gelaufen. Von unserem Haus zu McDonalds, die Vias bis zum Ende und wieder zurück. Und jetzt tun mir die Beine weh (naja, nicht richtig weh, aber ein bisschen) und mein Bauch auch. Wie sagt man so schön: Sport ist Mord. Aber auch: Ohne Fleiß kein Preis. Ich denke, wir werden die Tage öfter laufen gehen. Und irgendwie tut Bewegung ja auch gut.
Vermuskelkaterte Grüße

Freitag, 23. Januar 2009

Zusammenstellung allermöglichen Einzelheiten

Ich bin hundemüde. Seit Nächten hab ich weder genügend noch vernünftig geschlafen. Mittlerweile haben wir einen Heizkörper im Zimmer stehen und benutzen den auch, daher ist es wenigstens nicht mehr ständig kalt. Auch scheint sich das Haus allgemein während der letzten Tage mehr aufzuwärmen, ich weiß allerdings nicht, woher das kommt. Vielleicht, daher, dass wir mittlerweile zu dritt sind. Nayo ist letzte Freitag nacht aus Michoacan zurückgekommen und seitdem wohne ich tatsächlich in etwas, das man als WG bezeichnen kann. Und es ist superlustig. Nayo kam wie gesagt Freitag nacht mit 2 Kartons Trinktütchen Schulfrühstück Schokomilch. Und einem Karton Tunfisch in Dosen. Und Pedro hat angefangen Blockflöte zu spielen. Ach ja, die seeligen Kindertage. Aber im Ernst, mit den beiden ist wirklich cool. Letztes Wochenende haben wir Wäsche gewaschen und Hausarbeit gemacht und dann waren wir einkaufen (Nayo, Pedro und ich zusammen, oh mein Gott!). Aber so wirklich viel sind Pedro und ich auch nicht zu Hause. Ach ja: Mittlerweile sind wir zu sechst: Pedro, Nayo und ich und Georg-Viktor, Ilserick-Ismael und Mariepierre-Maximilian. Jetzt dürft ihr mal raten... Genau, Georg-Viktor hat auch Gesellschaft bekommen. Ilserick-Ismael hab ich in der Aquarienhandlung in der Nähe der Post gekauft als ich meine Wahlunterlagen weggeschickt hab und Mariepierre-Maximilian letzten Sonntag auf den Vias. Ilserick-Ismael und Georg-Viktor verstehen sich gut, die beiden hängen ständig aufeinander (das ist wortwörtlich zu nehmen) und Mariepierre-Maximilian ist so klein, dass sie es sich im Loch des Steins gemütlich machen kann, der im Aquarium liegt. Hier ist ein Foto der drei:


So, was gibt's noch zu erzählen: Seit vorgestern nacht bzw. gestern morgen ist Jaime in der Stadt. Er bleibt noch bis morgen nacht. Morgen Nachmittag wollen Pedro, er und ich dann endlich Schlittschuhlaufen gehen. Gleich gehen wir essen und danach werden wir wohl das Essen bei der Schlittschuhbahn vorbeibringen und einen Termin ausmachen. Ich denke mal, danach werde ich in die Stadt gehen und im Centro de Joyas nach Zangen zum Schmuckmachen suchen. Und dann mal sehen. Ich hab heute nicht allzu viel zu tun. Heute morgen hatte ich Besprechung mit Martin und für das, was wir als nächstes vorhaben, brauch ich ein bisschen Anleitung von Eeuwe. Die Mail hab ich schon geschrieben, aber Antwort sollte ich wohl nicht vor Montag erhalten. Daher kann ich heute Nachmittag aufgrund eines Mangels an Arbeit mit gutem Gewissen frei machen und das schöne Wetter genießen.
Was gibt es noch zu erzählen? Gestern abend waren Jorge, Pedro und ich Micheladas trinken (naja, ich hatte keine Miches, aber was soll's) in einer Kneipe, in der ich bisher noch nicht war. Aber gefallen hat es mir dort. Man kann auf der Dachterasse draußen sitzen und es ist ziemlich cool. Ich finde, da kann man öfter hingehen. Fotos hab ich keine gemacht, daher kann ich auch keins posten.
Vorgestern hab ich seit ich hier bin die erste Mail an meine Bürokollegin Ruthai geschrieben und hab auch prompt Antwort bekommen, schon am nächsten Tag. Wurde auch Zeit, dass wir mal wieder voneinander hören. Sie hat vorgeschlagen, dass wir das Wochenende nach der DPG-Frühjahrstagung (sie ist in Dresden) nach Prag fahren könnten, das sei ja ganz in der Nähe. Eine hervorragende Idee, ich denke das werden wir machen. Ich wollte schon lange mal nach Prag, man sagt, es sei eine wunderschöne Stadt. Und die Gelegenheit sollte man wohl mal nutzen. So, so richtig viel hab ich jetzt nicht mehr zu erzählen und bevor ich hier weiter rumschwafel, mach ich mal Schluss und wünsche allen ein schönes Wochenende und gute Besserung an Sven, der die Woche krank im Bett liegt.
Jessica

Schwanger?

diese Woche habe ich mit einer lieben Freundin geskypet. Und ganz am Anfang kam von ihr die Frage: Als erstes muss ich dich was fragen: Bist du schwanger? Ich bin aus allen Wolken gefallen. Anscheinend wurde sie das neulich von jemandem gefragt und da sie mich nunmal an der Strippe hatte, hat sie die Frage dann an mich weitergeleitet. Ehrlich gesagt hab ich nicht den leisesten Hauch einer Ahnung, wie dieses Gerücht in die Welt gekommen ist, aber um das mal klar zu stellen: Nein, ich bin nicht schwanger! Und das wird auch so bleiben. Nur damit das geklärt ist. Einen schönen Tag noch.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Den künstlerischen Trieben freien Lauf lassen ...

Am Montag war ich erstmal in der Stadt und hab Dinge besorgt um endlich mal was anderes zu machen als immer nur an meiner Diplomarbeit zu schreiben. Dass ich einen Telar kaufen wollte, hatte ich ja schon erzählt. Eigentlich sollte das am Sonntag auf den Vias geschehen, aber (wie fast immer) sind wir nicht rechtzeitig aus dem Bett gekommen und so war der betreffende Stand dann schon geschlossen (falls er vorher überhaupt da war). Aber das hab ich dann Montag nachgeholt. Vormittags war ich am Institut und nachmittags bin ich dann ins Zentrum und hab erstmal einen Telar und Wolle besorgt. Die Wolle erinnert mich stark an Tante Birgit, sie ist mehrfarbig in den Tönen grün, blau und lila und superflauschig. Die Wolle natürlich, nicht meine Tante. Allerdings trägt diese öfter Kleidung in dieser Farbgebung. Und danach war ich im Centro de Joyas und hab Material besorgt und mir Ideen geholt für Schmuckgestaltung. Meine ersten beiden Handyanhänger hab ich gemacht, zwei Libellen. Hier ist ein Foto:

Foto von den Handyanhängern.

Die größere von beiden war die erste und ich hab sie Pedro geschenkt. Das Erstlingswerk sozusagen. Es hängt jetzt an seiner Gitarre und sieht dort sehr hübsch aus. Ich hab mal ein bisschen in Ebay recherchiert und festgestellt, dass diese Dinge eine gute Möglichkeit sind, Geld zu verdienen. Wenn ich hier Material kaufe und dann Dinge bastel und sie in Deutschland bei Ebay verkaufe, ist die Gewinnspanne ganz nett. Wenn sich die Dinge verkaufen, heißt das. Aber das scheint soweit zu funktionieren. Sagen zumindest die Angebote bei Ebay. Schaun mer ma. Soeben bin ich endlich damit fertig geworden, die Wolle zu sortieren. Wir haben gestern abend schon ein ganzes Weilchen sortiert, aber es war das einzige Chaos. Für ein Muster hab ich mich jetzt auch entschieden und gestern abend schon mal ein bisschen geübt. Das erste Muster, dass ich nutzen wollte, sah furchtbar aus, aber das jetzige gefällt mir. Vielleicht fange ich morgen an. Gleich wollen wir noch bei Home Depot vorbei und schauen, ob sie dort Zangen zum Schmuck machen verkaufen. Und dann ins Kino in den neuen Film mit Will Smith: 'Sieben Leben'. Ich will 'Transporter 3' sehen, aber der läuft hier nicht. Grmpf! So, Zeit zum Schluss machen, morgen erzähl ich mehr.

Bye, Jessi

Dienstag, 20. Januar 2009

Wenn Zeichensetzung wichtig wird

Seid gestern surfe ich fleißig im Netz und versuche, mich mal wieder auf den neuesten Stand der Dinge bezüglich politischen Entwicklungen und dergleichen zu bringen. Dabei bin ich auch auf die eine oder andere Seite bzw. auf den einen oder anderen Blog gestoßen, der eine satirische Darstellungsweise bevorzugt und musste feststellen, dass das Internet als Informationsquelle für mich mehr und mehr an Attraktivität gewinnt. Aber von 'ner Menge Denkanstöße abgesehen, finden sich auch lustige Dinge, so z.B. folgender Snapshot aus einer Fox-Nachrichtensendung. Meine ehemaliger Ethiklehrer Herr Becker würde sich jetzt köstlich amüsieren und zum wiederholten Male auf die Bedeutung von Orthographie und Semantik hinweisen. Sein Lieblingsbeispiel war immer der Satz: "Sie ist gut zu V/vögeln". Falls ihm die Aussage des Senders Fox unter die Augen kommt, sehe ich gute Chancen, dass er sich eine neues Paradebeispiel sucht. Aber hier ist kommt jetzt endlich das Bild, von dem ich schon die ganze Zeit rede:

George Bush kotzt mich an, Dick Cheney ebenso, so sollte es wohl heißen. Auf die Übersetzung der gezeigten Version verzichte ich lieber :)

Ach ja: Ein letzter Kommentar, ab vom Thema: Herzlichen Glückwunsch Nichtwähler, ihr seid jetzt die stärkste Macht im Lande. Und bevor jemand was sagt: Ich hab gewählt! Und das per Post aus Mexiko. Allerdings bin ich nicht sicher, ob der Brief pünktlich eingegangen ist. Ich hab tatsächlich fristgerecht Briefwahl beantragt und sofort, als der Brief da war, hab ich ihn ausgefüllt und umgehend zur Post gebracht. Wer wählt eigentlich die Fristen? Die waren so bescheuert, dass obwohl ich alles umgehend gemacht habe, ich nicht sicher sein kann, dass mein Wahlbrief rechtzeitig ankam. Beknackte Organisation! So, fertig aufgeregt. Macht's gut.

Freitag, 16. Januar 2009

Hallo? Hallo?

Falls dieser Blog hier irgendwen interessiert, der das liest, schreibt doch mal 'nen Kommentar oder so. Bis auf einige Ausnahmen fühlt dich das ein bisschen an wie sich mit 'ner Wand zu unterhalten *irreslachen*

Tag der Heiligen Drei Könige in Mexiko

Am 5. Januar (Montags) sind wir abends aus Sinaloa zurückgekommen. Der 6. Januar ist hier wie in Deutschland auch der Tag der heiligen drei Könige. An diesem Tag ist es hier Brauch Rosca de Reyes zu essen. Rosca ist die generelle Bezeichnen für Kranzkuchen, Rosca de Reyes bedeuted daher Kranzkuchen der Könige und bezeichnet eben den Kranzkuchen für diesen Tag. Hier ist ein Bild:

Rosca de Reyes

Der Rosca de Reyes ist ein süßes Hefebrot (wie könnte es hier auch anders sein) und ist mit üblicherweise mit roter und grüner Ate (Ate ist eine Art fester Fruchgelee) und Merengue verziert. Da es ein Kranzkuchen ist, sollte er eigentlich rund sein, aber dann könnte man ihn nicht groß genug für viele Leute machen, also ist er halt oval. Der Witz an diesem Kuchen ist, dass in ihm ein Jesusbaby /mehrere Jesusbabys versteckt sind. Und wer diese Figur/eine dieser Figuren findet, muss am 2. Februar (Dia de la Candelaria) eine Party geben und Tamales servieren. Wikilpedia sagt, dass traditionsgemäß Bohnen oder Süßigkeiten versteckt waren, diese aber durch Plastik- oder Keramikfiguren ersetzt wurden, da die Leute um ihren Verpflichtungen zu entgehen die Dinge einfach heruntergeschluckt haben. Ursprünglich war es wohl so, dass der Finder am 2. Februar ein Christkind zur nächstgelegenen Kirche bringen musste, heute ist es eben das Mitbringen der Tamales. Ach ja: Das Baby versteckt im Kuchen simbolisiert die Flucht vor König Herod und der Finder ist gesegnet. Na dann.
Am 6. Januar gab es um 11 Uhr dann auch am Institut einen Rosca de Reyes und wir sind dann pünktlich (naja, nicht ganz pünktlich, sondern so um 11.40 Uhr) zum Rosca de Reyes das erste Mal dieses Jahr wieder am Institut gewesen. Und der Kuchen hatte viele Figuren. Mich hat auch eine getroffen. Eine Dame hat dann die Namen derjenigen mit Püppchen notiert. Wir müssen keine Party schmeißen, aber am 2. Februar wird es am Institut Tamales geben und wir müssen sie bezahlen. Hier ist ein Foto meines Püppchens:

Mein Jesuskind-Plastikpüppchen

Der 2. Februar ist ein Montag. Mhm, gute Art in die Woche zu starten: Montag morgens Tamales, Freitag morgens Kaffee und Kuchen. Yummi.
Gesegnete Grüße, Jessica

Lagebeschreibung

Es ist kalt. Meine Nase läuft und ich friere. Ich hab komische Flecken im Gesicht. Und gerade zu viele Kekse gegessen. So langsam fang ich an, Polvorones zu mögen, die haben so einen leckeren Orangengeschmack und passen hervorragend zu Cafe de Olla.
Gestern abend hab ich tatsächlich mal gar nichts gemacht. Wir haben den Bus um 19 Uhr genommen, sind noch kurz beim HEB vorbei und dann nach Hause. Dort haben wir ein bisschen rumgehangen, Pedro hat Gitarre gespielt und ich hab meinen Rucksack aufgeräumt. Dann haben wir zu Abend gegessen (Nudelschnellgericht und in der Pfanne getoastetes Brot) und dann haben wir angefangen, die fünfte Staffel von Desperate Housewives zu gucken. Wie ich im Netz gelesen hab, ist am 14. Januar in Deutschland die erste Folge ausgestrahlt worden. Gestern haben wir die ersten beiden geguckt :). Pedro hatte erzählt, dass er die ersten beiden und Teile der dritten Staffel gesehen hat und dann hab ich ihn dazu genötigt, jetzt die fünfte mit mir zu gucken. Jipieh, endlich wieder jemand zum Desperate Housewives gucken, alleine macht das einfach nur halb so viel Spaß. Und dann war ich so müde, dass ich mit Jogginganzug im Bett eingeschlafen bin. Und heute hab ich erstmal ausgeschlafen. Pedro hatte um 11 Uhr treffen mit seinem Betreuer. Daher bin ich um 10 Uhr mal kurz aufgestanden, hab dann aber nochmal geschlafen bis um 12.30 Uhr und hatte überhaupt keine Lust, aufzustehen. Am liebsten wäre ich den ganzen Tag im Bett geblieben und hätte irgendwelche Serien geguckt und geschlafen. Aber ich dachte, dass zusammen Mittag zu essen ja auch ganz nett wär. Also bin ich aufgestanden und hab mich fertig gemacht und dabei die ganze Zeit bei voller Lautstärke PUR gehört :) Und dann bin ich los und wollte den Bus nehmen. Und dann kam kein Bus, sondern nur jede Menge Taxis. Und irgendwann war ich dann durchgefroren und genervt genug, dass ich beschloss ein Taxi zu nehmen. Und dann kamen auch keine Taxis mehr. Naja, irgendwann dann doch wieder und so war ich dann um 14.30 Uhr am Institut. Und dann waren wir Mittagessen und dann habe ich angefangen, im Internet zu surfen und zu bloggen. Und jetzt ist es fast 19 Uhr und ich hab immer noch nichts anderes gemacht und werde das auch bis 21 Uhr nicht ändern (Pedro hat noch zu arbeiten also nehmen wir den späteren Bus). Mittlerweile hab ich rausgefunden, dass die Tätigkeit mit dem Strickliesel-ähnlichen Ding telar heißt und dass die Übersetzung von telar weben ist. Und Pedro hat mir Zeitschriften aus dem Netz gezogen mit Anleitungen und Mustern, aber die sind alle für andere Rahmen. Am Sonntag werde ich wohl mal auf den Vias schauen, da hab ich solche Rahmen gesehen an einem Stand, wo es auch jede Menge Wolle gab und die Dame außerdem eine Anleitung gegeben hat.
Gestern hab ich auch mit Jorge gesprochen und morgen will er mir mit Umziehen helfen. Morgen um 10 Uhr ist wieder Basketball (aber ich weiß noch nicht, ob ich bei dem Wetter wirklich spielen will) und danach wollen wir dann das Zeug von meinem alten Haus ins Neue schaffen. Und dann wohnen Pedro und ich dann wohl endgültig offiziell zusammen. Und müssen mal aufräumen. Ich hab keine Ahnung, wohin wir die Kisten morgen überhaupt stellen wollen. Heute ist auch Nayo zurückgekommen, der wird das Chaos wohl nicht besser gemacht haben. Mal schauen. Hier sind Fotos vom ersten Frühstück, vom ersten Mittagessen und vom ersten Abendessen im neuen Haus, man beachte die Uhrzeiten.


Sonntag, 11. Januar 2009, 18:47 Uhr: Erstes Mittagessen im neuen Haus, Pedro am Essenstisch, es gibt Nudelsuppe

Montag, 12. Januar 2009, 22:23 Uhr: Erstes Abendessen im neuen Haus, Pedro und ich am Essenstisch und ja, es gibt schon wieder Nudelsuppe :)

Was sagen mir diese Fotos? Dass wir einen merkwürdigen Essensrythmus haben? Das wir zu viel Nudelsuppe essen? Das wir ganz dringend mal einen Platz für das Zeug im Hintergrund finden sollten? Das Pedro nur graue Oberteile hat? Wohl von allem ein bisschen, aber vor allem eins: dass ich mit der Situation zufrieden genug bin um sie auf Fotos festhalten zu wollen. Und das ist schon mal was wert.
Es ist immer noch kalt und ich friere noch mehr. Meine Nase läuft nicht mehr, ich hab sie gerade geputzt. Komische Flecken im Gesicht hab ich immer noch (gerade im Spiegel überprüft). Die Kekse hab ich gegen Kamillentee getauscht, aber ich hab Hunger. Noch 1 Stunde und 40 Minuten bis der Bus fährt. Genug Zeit, noch einen weiteren Post zu schreiben. Bis dahin.

3 Jahre

Am 9. Januar war Todestag meines Vaters. Vor 3 Jahren ist er von uns gegangen. Ganz plötzlich und ohne jegliche Vorwahnung. Die darauffolgenden Tage/Wochen waren wohl die schlimmsten meines Lebens. Nun sind 3 Jahre eine lange Zeit ohne vieles hat sich geändert und wie man so sagt: Die Zeit heilt alle Wunden. Oder zumindest fast alle. Ungefähr 2 Jahre hab ich gebraucht bis ich sagen konnte, dass ich wohl drüber weg bin. Aber so ganz lassen eine diese Dinge wohl nie los.
Am Freitag (das war der 9.) hab ich Pedro von dem Tag erzählt, als es passiert ist und ein bisschen von der Zeit danach. Und dann hab ich ganz viele alte Fotos angeguckt, die entweder ich gemacht hab oder die meinem Bruder auf der Homepage stehen. Hätte ichs mal besser gelassen. Samstag nacht hatte ich dann Albträume und mit den Albträumen kamen die Erinnerungen zurück. Nicht so wirklich die Erinnerungen an die Dinge, mehr die Erinnerungen an die damit verbundenen Gefühle bzw. teilweise auch die Gefühle selbst. Und den Morgen hab ich echt geheult, seit über einem Jahr das erste mal wieder deswegen. Aber wie das mit Albträumen so ist: Die Erinnerungen und Gefühle verfliegen oftmals so schnell, wie sie gekommen sind und Mittags ging es mir schon wieder gut. Aber das Vermissen verschwindet dann eben doch nicht. Wer meinen Vater kennt, weiß, dass man ihn nicht so schnell vergessen kann und das sage ich nicht, weil ich seine Tochter bin. Er hatte einfach Präsenz. Und er hat sich relativ wenig darum geschehrt, was andere dachten. Das war mir als Teenager immer furchtbar peinlichl, aber so mit den Jahren hat es angefangen, mich auch zu beeindrucken. Ich bin sehr dankbar, so einen Vater gehabt zu haben. Bei meinem Bruder auf der Homepage stehen ein paar Fotos. Falls ihr mal gucken mögt, hier ist die Adresse: walkenhorst-kb.de/R.I.P..htm
Auf den letzten Bildern kann man auch sehen, warum ich der Meinung war, dass er ein recht verrückter Vogel war und warum er mir als Teenager manchmal peinlich war ;). Außerdem poste ich euch noch ein paar der Lieblingsbilder meiner Sammlung:


Mein Vater hat Eis geliebt und grundsätzlich alle Eisverkäufer in die Verzweiflung getrieben mit seinen Bestellungen. Und wisst ihr, wie man 5 oder 6 Kugeln Eis in ein Hörnchen bekommen soll? Die sind meistens gekracht und es musste ein zweites Hörnchen her. Das Bild ist vom 18.12. 2004 und ist aufgenommen bei uns in Kassel im City-Point. Immer, wenn meine Eltern zu Besuch waren, wollte mein Vater in die Innenstadt zum Bummeln. So ganz ist er seine Liebe zur Großstadt nie losgeworden.

Weihnachten 2004

Ich hab auch noch frühere Fotos, aber das sind so die Fotos in meinem Besitz, die zeigen, wie ich meinen Vater in Erinnerung hab. Ach ja, eins hab ich noch und damit verabschiede ich mich auch von diesem Thema, also macht's gut und gehabt euch wohl.


Wenn ihr mich sucht, sucht in euren Herzen.
Habe ich dort eine Bleibe gefunden, werde ich für immer bei euch sein.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Ich habe fertig!

Soeben habe ich meine Diplomarbeit eingereicht. Nachdem die letzten Korrekturen fertig waren (letzte Nacht um 2 Uhr oder so), wollte ich die Datei ans Dekanat schicken. Der Abgabetermin war der 15. Januar und ich war nicht sicher, ob das das Datum für den Poststempel ist oder ob die Arbeit dann im Dekanat sein musste. Also wollte ich sicher gehen und das Ganze per Mail schicken. Nun misst meine Arbeit aber etwas mehr als 150 Seiten (letter-Format) und hat sehr viele Graphiken und daher eine Dateigröße von fast 11 MB. Ich hab sie dann auf meine Homepage zum Direktdownload gestellt und den Link ans Dekanat geschickt. Das Anschreiben, das man persönlich unterschreiben muss, hatte ich schon nachmittags gefaxt. Und dann hab ich die Arbeit in schwarz-weiß ausgedruckt und bin nach Hause. Wir haben so gegen 5 Uhr geschlafen und um 8.15 Uhr bin ich wieder aufgestanden, um mich loszumachen ins Internet-Cafe und meine E-Mails abzurufen. Hatte aber keine Antwort. Also hab ich dann im Internet-Cafe Skype installiert und bei Frau Wecker (Sekretärin der Theoretischen Physik) angerufen, im Dekanat war schon keiner mehr. Und Frau Wecker hat mir dann gesagt, dass tatsächlich das Datum zählt, an dem die Thesis im Dekanat eingegangen ist. Aber sie würden die erste Seite ausdrucken und einen Eingangsstempel draufmachen und damit gelte das als am 15. Januar eingegangen.
Die offizielle Anmeldung hab ich ja aufgrund eines Mangels an Prüfungsterminen noch nicht ausgefüllt, aber da ich die Bestätigung für den DAAD brauchte, habe ich ein formloses Schreiben zur Anmeldung eingereicht, dass auch von dem zuständigen Hochschulprofessor unterschrieben wurde. Nun ist dieses Schreiben aber nicht mehr aufzufinden, womit ich offiziell noch gar nicht angemeldet bin und damit sowieso keine Fristschwierigkeiten haben sollte. Allerdings könnte es natürlich Probleme geben, wenn das Schreiben dann doch noch auftaucht. Aber wie gesagt: Frau Wecker hat mir bestätigt, dass das alles okay ist und damit habe ich offiziell meine Diplomarbeit eingereicht. Yeah!
Ich wollte dann noch einige Seiten in Farbe ausdrucken lassen (gut die Hälfte um ehrlich zu sein, es sind viele Bilder) und das ganze als Buch binden lassen. Allerdings hätten die Ausdrucke 20 Euro gekostet und das Binden wäre heute nicht mehr fertig geworden. Also hab ich es einfach in schwarz-weiss gelassen und nur heften lassen. Zwei Figuren sind zwar nicht so toll, aber was soll's. Im Dekanat ist die elektronische Datei in Farbe und ich werde fragen, ob ich, wenn ich wieder in Deutschland bin, den Ausdruck in Farbe nachreichen kann.
Ansonsten bin ich zufrieden mit der Arbeit: Wie gesagt: 150 Seiten im Letter-Format, was so ca. 120 oder so im A4 Format sind. Martin hat sich mokiert, dass das viel zu viel sei, aber ich meinte, es könnten auch etwas weniger sein und er hat es dann letztendlich so akzeptiert. Und die Arbeit, so wie sie ist, gefällt mir gut. Die Arbeit an sich ist gut (also die Bearbeitung des Themas, immerhin sind schon 2 Veröffentlichungen rausgekommen, davon 1 PRL und wir wollen noch eine dritte schreiben) und auch die Aufbereitung ist gelungen. Man blättert die Arbeit durch und es sieht einfach gut aus. Und die Figuren sind klasse. Die Graphen sind mit xmgrace und sind gut geworden und auch die Figuren in den Grundlagen sehen klasse aus. Oder wie man in Mexiko sagt: Chido! Pedro hat gestern auch noch mal Korrektur gelesen bzw. zumindest drüber gelesen und er meinte, ihm gefalle sie auch, sowohl die Arbeit an sich als auch die Aufbereitung. Also: Ich hab die Arbeit online gestellt, aber da wir noch die dritte Veröffentlichung schreiben wollen, gebe ich den Link hier nicht an. Wer sie lesen will, oder zumindest mal reinlesen, sage mir Bescheid und ich schicke den Link.
Jedenfalls hab ich das Ding dann eben zur Post gebracht und echt Pech gehabt: Die Gewichtsgrenzen sind bis 500 g und dann bis 1000 g mit einem Preisunterschied von mehr als 100 Pesos (beim derzeitigen Stand ca. 5 Euro) und mein Brief wiegt 520 g. Toll, oder? Ein Päckchen dieses Gewichts allerdings, wäre mich 100 Pesos billiger gekommen, da das nur zweite Klasse fliegt. Aber den Umschlag einfach als Paket zu deklarieren ging auch nicht. Das ist eine Logik... . Was soll's, jetzt ist das Ding weg und ich bin einfach nur froh, dass es vorbei ist. Was mich etwas nervös macht, ist, dass ich die Bewertung erst in frühestens 2,5 Monaten oder so erfahren werde. Egal, jetzt kann ich eh nichts mehr dran ändern.
Aber was mach ich jetzt?
Arbeitstechnisch experimentell: will ich hier noch ein Experiment (TGA von SWCNTs) fertig machen. Außerdem muss ich noch Proben präparieren um sie mit nach Deutschland zu nehmen.
Arbeitstechnich theoretisch: Mich um die Daten für das dritte Paper kümmern und anfangen zu schreiben. Den Ansatz für das analytische Potential begutachten, ob sich damit was machen lässt. Anfangen, andere Festkörper zu berechnen. Mit den Simulationen für die Nanoröhrchen weitermachen.
Arbeitstechnisch studentisch: Anfangen, für meine Prüfungen zu lernen. Die beiden Vorträge für die DPG-Tagung in Dresden basteln.
Und sonst: Diese Woche (bzw. das, was davon noch übrig ist, es ist ja schon Donnerstag) werde ich erstmal nichts mehr arbeiten. Wenn ich mich sehr motiviert fühle, werde ich wohl mal anfangen, die Unterlagen über die Arbeit mit InSb auszumisten. Ich wollte mal 'ne vernünftige Anleitung schreiben, bzw. all die Details ordentlich (!!!) dokumentieren, die nicht mit in der Thesis stehen. Aber sonst wohl nichts mehr.
Die Tage werde ich umziehen. Wie schon geschrieben, sind wir das ja eigentlich schon letzte Woche, aber die meisten meiner Sachen sind ja noch in meinem ursprünglichen Haus. Dort war ich heute und hab alles geordnet und fertig gemacht und verpackt.


Das hat mich nur ca. 30 Minuten gekostet (maximal eine Stunde), meine Schränke dort bestanden ja nur aus Kisten. Und selbst die Dinge, die bei Pedro waren und daher schon mitumgezogen sind, sind noch in der Kiste. Wir haben jetzt einen Kleiderschrank, aber meine Seite ist noch komplett leer. Das will ich die Woche ändern. Jorge Carlos Papa hat einen Pick-up und den wollen wir fragen, ob er uns hilft. Also, ob uns Jorge Carlos mit dem Pick-up seines Vaters hilft. Vielleicht morgen.
Und ich will endlich mal wieder was anderes machen, vielleicht fange ich an, Schmuck zu machen. Rosio, Magdas Schwester hat mir gesagt, wo im Zentrum es einen Laden gibt und dass sie es einem dort auch beibringen. Nächsten Montag kehrt sie wieder nach Hause zurück. Sie meinte, sie könnte mir am Wochenende auch ein bisschen was zeigen, wenn ich Lust hätte. Mal schauen. Oder ich fange an, Schals zu stricken. Hier gibt es etwas, das ist im Prinzip wie eine Strickliesel (Kennt ihr die noch?) für Schals. Das wäre lustig und da hätte ich voll Lust drauf. Mal schauen.

Vielleicht kommen wir auch das Wochenende endlich dazu, Schlittschuhlaufen zu gehen. Ja, ihr habt richtig gehört: Schlittschuhlaufen! Seit dem 23. 12. gibt es in SLP im Park Morales (der Park beim HEB, in der Nähe des Instituts) eine Schlittschuhbahn und die bleibt noch bis irgendwann im Februar. Ja, eine Schlittschuhbahn und das bei tagsüber oftmals in die 20 Grad. Heute wollte ich mir die Bahn mal näher angucken (sie ist übrigens tatsächlich im Freien) und fand am Eingang ein Schild, dass da sagte "Wir nehmen keine Pasta mehr!" und mich doch beachtlich verwirrte. Pedro, was bedeuted Pasta? Pasta? Pasta ist Pasta, das Zeug zum Essen. Häh???? Was hat Schlittschuhlaufen mit Nudeln zu tun? Und dann klärte mich Pedro darüber auf, dass als Eintrittspreis eine Spende zu entrichten ist für ... Ich weiß gar nicht, für wen genau. Jedenfalls, kann man wohl Kleidung spenden oder Lebensmittel oder was man halt so hat. Allerdings keine Pasta. Sagt zumindest das Schild am Eingang. Pedros Vermutung war, dass die Leute einfach so 'ne Tütensuppe mit Nudeln gekauft haben und die gespendet haben. Wer weiß. Hoffentlich klappt das mit dem Schlittschuhlaufen am Wochenende. Der Plan ist, am Samstag zu gehen und Rosio will dann auch mit. Das dürfte lustig werden, Rosio ist cool. Damit es hier nicht so textlastig wird, poste ich mal ein Foto von ihr beim Kochen:

Rosio beim Kochen

So, fällt mir jetzt auf Anhieb noch was ein, was ich schreiben könnte? Außer, dass ich demnächst, nachdem ich ja jetzt wieder etwas mehr Zeit hab, erstmal 'ne Runde Mails schreiben und vielleicht auch wieder etwas regelmäßiger bloggen werde, fällt mir jetzt zu diesem Thema nichts mehr ein. Das nächste Thema bekommt einen eigenen Post.

Also viele Grüße von einer Jessica, die das Gefühl hat, einen großen Schritt in Richtung Studienabschluss getan zu haben

Sonntag, 11. Januar 2009

Erster Blog aus der neuen Wohnung

Hallo ihrs,

heute ist Sonntag, der 11. Januar 2009 und ich sitze bei uns im neuen Haus und schreibe. Letzte Nacht ist meine Thesis fast fertig geworden, es fehlt noch ein Bild und ich muss noch rausbekommen, wie man Latex dazu bringt, dass es auch auf der ersten Seite eines Kapitels Kopf- und Fußzeile anzeigt. Falls jemand auf die Schnelle Bescheid weiß, scheut euch nicht, einen Kommentar diesbezüglich zu hinterlassen. Freitag Nacht hab ich Martin eine Mail geschickt mit der bis dahin letzten Version, ich hoffe, er guckt während des Flugs drüber. Morgen ist er in San Luis und Nachmittags wollen wir diskutieren. Hoffentlich gibt es nicht mehr allzu viel zu meckern, ich hab ein bisschen Muffensausen. Na, wird schon.
Am Montag sind wir aus Sinaloa zurückgekommen. Pedros Mutter, Vater, sein jüngerer Bruder Naio, sein älterer Bruder mit Frau und Töchtern und seine Schwester mit Tochter sind nach Michoacan gefahren und haben uns in Guadalajara am Busbahnhof abgesetzt. Gefahren sind wir mit einem Auto und einem Camionetta (Pick-up). Pedro, ich, die Tochter der Schwester und ... (weiß der Himmel, wer) sind hinten im Pick-up gefahren, auf 3 Fenstergittern und einer Matratze, umringt von Gepäck. Es war furchtbar warm und recht stickig, aber durchaus gemütlich hintendrin und ich hab fast die ganze Zeit über geschlafen :). Hier ist ein Foto, als wir Mittags an einer Tanke Rast machen:


Von Guadalajara aus haben wir dann den Bus genommen (diesmal hab ich auch ohne Probleme Studentenrabatt bekommen, was mich wieder ein bisschen mit den mexikanischen Busgesellschaften versöhnt hat, auf der Hinfahrt hab ich keinen bekommen und hab mich extrem geärgert) und waren so gegen 21 Uhr in San Luis. Ich hab wieder fast die ganze Reise geschlafen und war dann den Abend so platt... . Und dann hatte ich 2 Tage lang Kopfschmerzen. Pedro meinte, das käme vom Höhenunterschied, 2000 m innerhalb weniger Stunden, aber so richtig glaub ich nicht dran. Ist aber auch egal. Jedenfalls war ich froh, wieder zu Hause zu sein, auch wenn Sinaloa schön und Silvester und Neujahr bei diesen Temperaturen zu verbringen durchaus interessant war. Wenn meine Thesis Mittwoch bei der Post ist, werde ich erstmal über diese Woche bloggen, aber dafür brauch ich ein bisschen Zeit. So, unser Vermieter ist jetzt fertig damit, den Boiler zu reparieren, d.h. ich kann das erste Mal seit wir umgezogen sind, wieder heiß duschen. Was ich jetzt auch machen und ausgiebig genießen werde.

Bis bald, eure (gleich wieder mit frisch gewaschenen Haaren) Jessi