Mittwoch, 27. August 2008
Mhm.. langweilig
es ist fast 22 Uhr und ich sitze in meinem Büro, höre Silbermond und warte auf Samuel, der (hoffentlich bald) aus der Stadt wiederkommt. Er hatte heute seine erste Französisch-Stunde von 19 Uhr bis 21 Uhr. Ich konnte leider nicht zum Spanisch gehen, da ich um 19 Uhr eine Besprechung mit Mauricio hatte. Das war so einigermaßen: So ganz zufrieden ist er mit den Ergebnissen noch nicht, aber wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Ich hab noch einiges zu tun, aber es scheint, dass ich in ca. 2 Wochen für einen Tag nach Queretaro fahren werde um dort endlich Laserexperimente zu machen. Ensenada ist zu weit für den ersten Versuch. Danach geht's dann wieder ans Charakterisieren.
Eben hatten wir Popcorn im Büro. Irgendwie waren plötzlich jede Menge der Studenten hier und Luisa hat Popcorn gemacht und als ihr Popcorn alle war, hab ich noch 'ne Tüte gemacht, die noch von Jos Besuch in meinem Schreibtisch war. Und dann hat Maria noch 'n 1-Kilo-Pack Wiener Würstchen ausgepackt und hat Würstchen angeboten. Den Pack fand ich so lustig, dass ich immer wenn ich die Frage 'Quieres una salchicha?' hörte, lachen musste. Und dann natürlich auch, wenn ich nur das Wort Salchicha hörte. Und jetzt bin ich in meinem Büro dafür bekannt, dass ich immer lachen muss, wenn ich Würstchen höre. Na super!
Heute hab ich endlich das gesehen, von dem Jaime mir erzählt, seit ich hier bin: Hier in der Nähe ist eine Zink-Miene und da glüht es manchmal und das sieht wohl nachts faszinierend aus. Und ich hatte nicht so richtig Ahnung, von was er eigentlich spricht. Aber heute auf dem Weg von der Stadt Richtung Institut (wir hatten Familienessen und danach waren wir Geld tausche und sind dann mit dem Taxi zurück) konnte man es dann doch sehen: Da wird eine glühende Masse den Berg runtergeschüttet. Jaime hat Recht, es sieht faszinierend aus, selbst bei Tag.
Allerdings ist es weniger faszinierend, sondern mehr erschütternd. Samuel erzählte dann nämlich, dass es sich bei dieser glühenden Masse um die Chemie-Abfälle der Miene handelt, inklusive einer guten Ladung Schwermetalle, die dann dort schön permanent das Grundwasser vergiften. Und da die Miene großen Einfluss hat, tut niemand was dagegen. Und die Politik der Mienenfirma: Was kümmern uns die Leute, die hier in der Nähe wohnen, wir waren zuerst hier. Krass, oder?
Okay, Samuel ist mittlerweile hier, ich mach jetzt mal Schluss. Einige aus meinem Büro sind auf der Feria, vielleicht gehen wir noch hin. Aber wirklich dran glauben tu ich nicht, morgen hab ich den ganzen Tag Raman und eigentlich bin ich jetzt schon müde.
Gute Nacht, Jessi
Dienstag, 26. August 2008
Wir haben Grund zum Feiern !!!
seit eben habe ich ein neues Haus- bzw. Bürotier. Einen Mutantenbug. Der gehörte vorher Jorge und ich bin immer in sein Büro um ihn ein bisschen zu quälen. Also, in Jorges Büro um den Käfer zu quälen, nicht in des Käfers Büro um Jorge zu quälen.
Aber von Anfang:
soeben hab ich eine Nachricht von Eeuwe, meinem Betreuer in Kassel bekommen. Wir hatten ein Paper bei PRL eingereicht. Eeuwe Erst-, ich Zweit-, Martin Drittautor. Und vor ca. 2 Wochen haben wir es zurückbekommen mit 2 Refereekommentaren. Einige Anmerkungen und Verbesserungswünsche aber größtenteils gute Kritik. Also verbessert, wieder eingereicht und gewartet. Und ich war die ganze Zeit nervös. Heute Mittag kam eine Nachricht von Martin: Wir warten auf die Editormitteilung, sie kommt bald. Und noch nervöser...
Und eben kam die Nachricht von Eeuwe: Akzeptiert! Das heißt, ich hab meine erste Veröffentlichung und und das ist das geilste überhaupt: es ist ein PRL! Okay, Zweitautor, aber immerhin Zweitautor von 3. GEIL, GEIL, GEIL.
So, und morgen gibt's Kuchen. Jetzt gibt's nämlich erstmal Carne asada, da Lalo eben seinen Masterabschlussvortrag bestanden hat. Ich hab auch ganz schön Hunger.
Ach ja: Jorge hat mir zum Gratulieren seinen Mutantenkäfer geschenkt. Eigentlich sollte ich ihn bekommen, wenn ich nach Hause fahre, aber er meinte, das sei eine gute Gelegenheit.
Also: die glücklichsten Grüße,
Jessi
Wäre cool, wenn ich euch demnächst dort sähe.
Liebe Grüße, eure nnonna
Freitag, 22. August 2008
Wetter
habt ihr übrigens schon mein neuestes Add gesehen? Eine Wettervorhersage für San Luis Potosi. Ist das nicht chido? :) Nur am Aussehen muss ich noch etwas arbeiten.
Ein Wochenende im Kreise der Lieben
diesmal erzähl ich ein bisschen von unserem letzten Wochenende, das ganz im Zeichen der Familie stand. Am Samstag hat Odel, Davids Mama ihren Lebensgefährten Enrique geheiratet und am Sonntag wurde Carlita, die Tochter von Carla und Manolo und damit Davids Nichte und Odels und Teres Enkelin getauft. Und die Feiern danach fanden jeweils in unserem Garten statt.
Am Samstag, nachdem wir augeschlafen hatten (also so gegen Mittag) sind Samuel und ich aufgestanden und haben gefrühstückt. Und dann sind wir ein bisschen rausgegangen. Allerdings hab ich par tous keine Ahnung mehr, was wir gemacht haben. Überleg, überleg... nee, wirklich nicht. Da muss ich Samuel gleich nochmal fragen, ob er sich noch erinnern kann. Ach doch, jetzt weiß ich’s wieder. Wir wollten eigentlich zum Centro de Idiomas, hatten dafür aber nicht genügend Zeit, sind dann in Caranza aus dem Bus gestiegen und sind beim ‚Brotgarten’ vorbeigegangen (und haben auf dem Weg dorthin ein hübsches Haus gefunden).
Das Haus an sich ist nicht sonderlich spektakulär, aber ich mag die Ranken.
Dort haben wir festgestellt, dass es nicht viele deutschen Kuchen gibt (allerdings ein paar, z.B. Russischen Zupfkuchen) und dass das deutsche Brot ausverkauft war. Allerdings hatten sie superleckeren Arroz con Leche (Milchreis) und ein leckeres Dessert (das, das es auch beim Polverin gibt, dessen Namen ich allerdings schon wieder vergessen hab). Außerdem haben wir erfahren, dass es frisches Brot immer Montags, Mittwochs und Freitags gibt. Und danach waren wir in Sallys Beauty Supply (endlich hab ich das richtige Zeug zum Fingernägel lackieren gefunden (sry Leute für solche Trivialitäten, aber wie irgendwo mal gesagt, das hier ist halt auch sowas wie Tagebuchersatz ;) ) und im HEB um endlich Shampoo für Samuel zu kaufen und ein bisschen Nahrung. Nachdem wir also unseren Nachmittag mit Trivialitäten verbracht hatten, sind wir um 16.30 Uhr zurückgekehrt um uns fertig zu machen für die Hochzeit, die um 18 Uhr sein sollte. Um 17.15 Uhr war Tere, mit der zusammen wir hinfahren wollten (wir hatten ja keine Ahnung, wo die Zeremonie stattfinden sollte) immer noch nicht da. Um ca. 17.30 Uhr oder etwas später rief sie bdann an, und teilte uns mit, sie sei noch beim Haare machen, wir sollten bitte ihrem Lebensgefährten mitteilen, dass er doch bitte auf sie warte, sie bräuchte noch etwas. Und uns teilte sie mit, dass sie/wir zu spät kämen, daher könnten wir auch schon mit jd. anderem fahren, wenn wir wollten (natürlich war keiner da). Irgendwann war dann aber auch sie fertig und wir konnten los. Nachdem wir dann endlich die Kapelle gefunden hatte, waren wir ca. eine halbe Stunde zu spät. Aber der Rest der Trauung war sehr schön. Nicht so lang wie üblicherweise die Gottesdienste in Deutschland und mit richtig schöner Musik, aber das hatte ich ja schon mal erwähnt.
Danach haben alle ein bisschen vor der Kirche geschnuddelt und dann ging es ab zu uns. Samuel und ich sind mit Pacos Freundin gefahren. In unserem Garten war dann die standesamtliche Trauung und dann gab es Festivitäten.
Samuel und ich zu... sagen wir mal schon reichlich vorgerückter Stunde :)
Es war ein Pavillon aufgebaut und darunter standen runde Tische und es gab kalte Platten mit Brot, Käse und Obst. Und Getränke. Und so haben wir dann den Abend verbracht. War eigentlich recht nett. Zu vorgerückter Stunde hat sich dann der Rest der Leute zum Singen zusammengesetzt, aber das war der Zeitpunkt, zu dem Samuel und ich ins Bett gegangen sind. Wir waren aber auch müde. Ich bin mal auf meine analogen Fotos gespannt, einige dürften ganz gut geworden sein. Auf der Party hat mich ein Mädel angesprochen, ich sei doch die vom Oxxo neulich. Und ja, tatsächlich: Wir hatten uns neulich im Oxxo getroffen und sie hatte mir geholften indem sie meinte, Avocado sei aguacate in spanisch, nicht avocado. Peinlich, peinlich, eigentlich weiß ich das ja. Jedenfalls fragte sie mich dann, wer mich denn eingeladen hätte. Ihr Gesichtsausdruck, als ich ihr sagte, ich wohnte hier, war schon bemerkenswert J . Und Paco hat mir versprochen, dass ich zwei seiner Schildkröten (die kleinen) mitsamt Aquarium haben könne, wenn ich verspräche, ihnen eine gute Mama zu sein. Da bin ich ja mal gespannt, ob das was wird.
Am Sonntag war dann Tag der Taufe. Und natürlich waren wir mal wieder zu spät. Wir haben auf Tere gewartet, die zu spät war und dann ist sie tatsächlich ohne uns gefahren. Wir sind dann mit Maria-Jose und als wir ankamen, war die Kirche schon wieder leer. Die Zeremonie hatte pünktlich angefangen und dann ca. 20 Minuten gedauert. Und dann gab es wieder Party in unserem Garten. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg und es gab Tacos mit jede Menge Füllungen in Buffetform.
Die Festivitäten zum Anlass von Carlitas Taufe
Und mir ist mit furchtbarem Schrecken klar geworden, dass mich jede Menge Leute kennen, auch mit Namen, von denen ich nicht den blassesten Schimmer hab, wer sie sind oder die ich zwar kenne, von denen ich allerdings nicht weiß, wie ich sie einzuordnen hab. Ohje... Das ist das gleiche mit den Leuten in meinem Büro: Von vielen hab ich keine Ahnung, wie sie heißen. Samuel hat schon den Auftrag bekommen, das mal herauszufinden. Mal schauen, ob es klappt.
Jessi mit Carlita auf der Tauffeier: Steht mir auch, oder?
Nachdem wir dann den Nachmittag auf der Feier verbracht hatten, haben wir beschlossen, wir müssten jetzt nochmal was machen und sind zur Feria gefahren. Maria-Jose und Manolo meinten zwar, das sei viel zu voll dort und man müsste Sonntags ewig am Eingang warten, aber das wollten wir dann doch mal riskieren. Und tatsächlich haben wir auch nicht viel gewartet. Das war auch gut so, denn auf dem Weg zur Feria begann es zu regnen und als wir am Eingang waren, hatte es dies relativ stark getan. Auf der Feria gab es ein 4D-Kino. Sehr schön war dann die Ankündigung: MIT REGEN ! Als ob es davon nicht draußen schon genug gegeben hätte. Aber dann macht es wenigstens keinen Unterschied. Also haben wir und das 4D-Kino über die Azteken-Götter angeschaut. Erst drinnen ist mir dann klar geworden, dass es (natürlich) auf spanisch war. Das wäre vielleicht noch gar nicht mal so schlimm gewesen, wenn nicht a) die Akustik so schlecht gewesen wäre und b) die Macher des Films versucht hätten, die Sprache der Azteken nachzuempfinden, was es für Samuel gewöhnungsbedürftig und für mich schlichtweg komplett unverständlich gemacht hat. Ich hab dann die Zeit genutzt, ein bisschen vor mich hinzudösen.
Außerdem gab es eine BMX-Show, in denen die Menschen auf ihren Rädern über Rampen gesprungen sind. Der Höhepunkt der Show war, als einige Zuschauer auf die Rampe gesetzt wurden, so dass die Fahrer über sie drüber springen mussten. Und am absoluten Höhepunkt hat dies einer der Fahrer mit einem Salto getan. Nicht schlecht, Herr Specht.
Nächste Station war dann das Zelt mit den Artesanias aus SLP und Umgebung. Artesanias, Kaffee, Schnuckewerk, Kuhbohnen, alles vertreten. Und immer ein guter Ort um Souvenirs zu kaufen. Eine Sache, die wir ganz niedlich fanden, waren Kakteenkerzen (also Kerzen in Kakteenform), die in Äste ‚eingepflanzt’ waren. Allerdings gab es nicht mehr so viele Modelle und es sollten demnächst (gestern, wenn man’s genau nimmt) neue reinkommen, daher wollen wir demnächst nochmal hin.
Außerdem gab es eine Tierausstellung. Aber um ehrlich zu sein, hat mich die ziemlich fertig gemacht. Sie stand zwar unter dem Zeichen ‚Schützt die Tiere, etc’, aber sie war so lieblos dahingeklatscht und die Tiere waren eingepfercht in viel zu kleinen Drahtkäfigen ohne irgendwas drumherum. Am Ausgang waren so eine Art Waschbären und einer war total zerzaust und ist wie verrückt in seinem Käfig auf- und abgelaufen. Das war so schrecklich, dass es einem wirklich die Tränen in die Augen treiben konnte. Die Ausstellung daneben von exotischen Tieren haben wir uns dann auch nicht mehr angeguckt. Besser war da schon die Tierausstellung der Bauernhöfe, die sich auf Schafe und Kühe beschränkte. Aber was für Brummer. Ich hab noch nie in meinem Leben solche Rinder gesehen. RIESIG und massig ohne Ende. Die größte hat bestimmt mal locker einige hundert Kilo gewogen. Meine Herren... Und Falten hatten sie auch J. Ich weiß gar nicht, ob es diese Rasse bei uns auch gibt. Apropos Kühe: Gerade fällt mir auf, dass ich meinem Opa noch ’ne Postkarte schreiben muss.
Was haben wir denn noch gemacht? Wir haben gebummelt und haben uns in Pfeilwerfen, Entenangeln und Flaschenaufrichten versucht, waren jedoch in keinem davon sehr erfolgreich: Ich hab beim Pfeilwerfen immer genau einen daneben geworfen, von Samuel sprech ich lieber nicht. Beim Entenangeln hat er ein komisches Papierbrettspiel und ich ein Plastikbaseballset gewonnen und auch beim Flaschenaufrichten haben wir kläglich versagt. Aber lustig war’s. Dann waren wir auf dem Ramschmarkt und dort gab es doch tatsächlich mein heißersehntes Laserschwert. Allerdings war es von so schlechter Qualität, dass es gewackelt hat, also war dann doch nichts mit Laserschwert *schnöff*. Außerdem haben wir Malteadas getrunken und dann war ich so hundemüde, dass wir nach Hause gefahren sind.
Samuel versucht sich beim Pfeilwerfen
Allerdings konnten wir dann doch nicht wiederstehen, noch ’ne Runde The Big Bang Theory zu gucken (mittlerweile mein drittes Mal, bald kann ich die kompletten Dialoge mitsprechen – inklusive der physikalischen Fachdiskussionen ;) , so viel zum Thema Nerdfaktor) und letztendlich war es dann doch spät bis wir ins Bett gekommen sind.
Tja, soviel zu unserem Wochenende. Also nochmal viele Grüße,
Jessi
Blog in 25 Teilen über das vorletzte Wochenende in DF
Hallo,
wie so oft, sitze ich im Labor, diesmal allerdings nicht im Sol-Gel, sondern im Raman, d.h. in dem Raum, wo das Raman-Mikroskop steht. Momentan bin ich allein, aber ich hoffe, dass Samuel gleich wieder kommt. Der ist gerade in meinem Büro und ruft E-Mails ab und läd Dinge herunter. Er hat nämlich im Netz etwas gefunden, das sich Coffee-Break nennt und was für Spanisch und Französisch existiert. Das sind Spanisch- bzw. Französisch-Lektionen mit der Dauer einer viertel Stunde. Ich hab gestern Lektion Nr. 2 des Französisch-Kurses gehört und es gefällt mir ganz gut. Es ist nicht wirklich viel, wird jedoch gut erklärt. Ich werde mir dies daher auch mal kopieren um mein Französisch mal ein bisschen aufzufrischen bzw. mir auch die spanische Version runterladen.
Ach ja, vielleicht sollte ich erst mal erwähnen: Samuel ist seit Donnerstag hier. Für diejenigen, die es nicht wissen: Samuel ist mein Freund. Er ist Wissenschaftler mit einer Post-Doc-Stelle in Grenoble (Frankreich) und kommt ursprünglich aus Chile. Und er ist derzeit hier um mich für die nächsten drei Wochen zu besuchen. Am Donnerstag nachmittag ist er um 17.40 Uhr in Mexiko-Stadt angekommen, wo ich ihn vom Flughafen abgeholt hab. Ich hatte den Bus vormittags von SLP genommen und war dann gegen Nachmittag, so gegen 15 Uhr in Mexiko-Stadt am Central Norte. Da die Fahrt mit der Metro vom Hostal zum Flughafen ca. 50 Minuten benötigt, hatte ich auch keine Zeit mehr, dorthinzufahren und mich schonmal um ein Zimmer zu kümmern. Allerdings hatte ich morgens schon angerufen und man hatte mir gesagt, dass noch genügend Zimmer frei seien. Also hab ich mir darum auch nicht so viele Gedanken gemacht.
Nachdem dann also der Stadtplan zu Rate gezogen war, beschloss ich, mir die Iglesia de Nuestra Senora de Guadalupe anzuschauen, die größte Wallfahrtskirche des Landes. Das klang im Reiseführer recht interessant und es ist vor allem relativ nah zum Central Norte bzw. zum Flughafen (die beiden verbindet eine U-Bahn-Linie, die gelbe, ich glaube, dass ist die 5). Also dann in die Metro und auf zur Iglesia. Und ich muss sagen: Sie ist tatsächlich beeindruckend. Nachdem man von der Metrostation aus an den ganzen Straßenständen mit Souvenirs religiöser Art vorbeigegangen ist, geht man eine Treppe rauf und steht auf einem riesigen Platz. Links befindet sich dann die neue Kirche, vor einem die alte, noch weitere Gebäude und ganz links eine riesige Sonnenuhr.
Die alte Kirche ist nicht sonderlich interessant, vor allem, da sie gerade renoviert wird und ihr Inneres daher hauptsächlich aus Baugerüst besteht. Aber die neue ist durchaus beeindruckend. Sie hat die Form eines Zelts und erinnert mich daher sehr stark ans Expo-Zelt auch im Allgemeinen bzgl. ihrer Architektur.
Allerdings soll die Kirche kein Zelt, sondern einen Mantel darstellen, nämlich den Mantel des Menschen, dem die Jungfrau von Guadalupe erschien. Ihr Inneres ist auch sehr beeindruckend: relativ modern und hübsch und einfach RIESIG. Und verrückt: Über dem Altar hängt eben dieser Mantel. Wenn man am Altar vorbeigeht und eine Rampe runter kommt man raus unter dem Mantel und ... man mag es in einer Kirche kaum glauben ... trifft auf vier Laufbänder, zwei für jede Richtung, jeweils ca. vier Meter lang, die einem an dem Mantel vorbeifahren. Ist das nicht verrückt? Und ich hab mal wieder festgestellt, dass die Musik in mexikanischen Kirchen wesentlich besser ist als in deutschen.
Was gibt es noch? Ein Statue von Johannes Paul II, ein Papamobil, einige Statuen und noch etwas, was ich leider nicht mehr gesehen hab, da es schon spät war und ich zum Flughafen musste. Auf dem Rückweg hab ich dann noch eine Umhänge-Tasche gekauft. Rucksäcke mögen zwar besser für den Rücken sein, aber um Fotoausrüstung zu verstauen und vor allem zu benutzen sind sie doch etwas unpraktisch. Mit einer Umhängetasche hat man da die Kamera doch eher im Griff. Und dann bin ich zum Flughafen gefahren und war bannig zu spät. Ich vergesse einfach immer wieder, wie viel Zeit man in Mexikostadt zum U-Bahn-Fahren braucht.
So weit, so gut, am Flughafen hab ich dann Samuel aufgelesen und wir sind mit dem Taxi zum Hostal gefahren, da wir mit der U-Bahn nicht mehr rechtzeitig zum Abendessen da gewesen wären. Diesmal gab es im Hostal keinen Platz mehr in 8-Bett-Zimmern, daher gab’s halt ein 6-Bett-Zimmer, was wir dann aber für uns allein hatten. Nach dem Abendessen haben wir Pläne für den nächsten Tag gemacht (was dann der Samstag war) sind wir nochmal los um Shampoo zu kaufen, das es aber nirgendwo gab (die einzigen Läden, die um diese Zeit noch geöffnet sind, sind 7 eleven und die verkaufen kein Shampoo). Und dann haben wir uns spontan ein Taxi genommen und sind zum Plaza Garibaldi gefahren um dort Pulque zu trinken (ich verrat euch auch nicht, wessen Idee das war J ). Allerdings war es schon so spät, dass es den Pulque nur zum Mitnehmen gab und auch nur noch in Erdbeer und Ananas. Nachdem wir beide probiert hatten, haben wir uns für 2 Becher Ananaspulque entschieden und haben die dann mitgenommen und haben uns auf den Plaza Garibaldi gesetzt und haben den Mariachis zugehört, wie sie für andere gespielt haben. Das war schön.
Am Freitag sind wir aufgestanden (Samuel hat sich ein bisschen darüber moquiert, dass ich mit der Wasserflasche im Arm geschlafen hab) und haben gefrühstückt. Endlich hab ich es auch mal geschafft, Digitalbilder von der Dachterasse und von der Dachterasse aus zu machen. Und dann haben wir uns losgemacht, natürlich später als erwartet.
Blick von der Dachterasse des Hostals aus
Aber ich wollte ja von Mexiko-Stadt berichten. Eigentlich war unser Plan, in den Zoo zu gehen und dann eventuell noch ins Museum of Modern Art, wo es momentan eine Ausstellung über die Geschichte Mexikos gibt. Danach wollten wir um 16 Uhr ins Puppentheater (ja, ,ja, ich geb’s zu, das war meine Idee), in ‚La vaca, que queria volar’, zu deutsch ‚Die Kuh, die fliegen wollte’ und danach eventuell noch ins Theater. Und dann wollten wir noch auf den Torre Latinoamerikano. Nun ja, soviel zu unseren Plänen. Als wir endlich aus dem Hostal loskamen, war es schon relativ spät. Dann waren wir als erstes auf der Bank, Reiseschecks tauschen und ich weiß nicht, ob ich das schon bei meinem Bericht über die Reise mit Johanna erwähnt hatte, aber jedenfalls dauert Reiseschecks tauschen auf der Bank in Mexiko-Stadt LANGE.
So, jetzt hab ich nach 10 Minuten endlich gefunden, wie man bei diesem Laptop die Tastaturbeleuchtung anschaltet. Hiphiphurra. Das macht das Schreiben in diesem stockdusteren Raum doch schon wesentlich angenehmer. Aber zurück zum Thema:
Nachdem wir dann endlich auf der Bank fertig waren, waren wir noch im Bodyshop, und dann sind wir an der Pasteleria Ideal vorbeigekommen, die in meinem Reiseführer als ‚süßes Inferno’ bezeichnet wird. Nachzuvollziehen ist diese Bezeichnung. Dort gibt es jede Menge Leckereien, und einen Verkaufsstand für Plätzchen. Wohlgemerkt Weihnachtsplätzchen, aber die essen Mexikaner das ganze Jahr über.
Ich war ja schon beim ersten Aufenthalt mit Johanna da, aber Samuel noch nicht. Und da musste ich ihn natürlich mal mithinnehmen und ihm die Tortenausstellung im ersten Stock zeigen. Die ist schon wirklich irre. Die höchste Torte hatte soweit ich mich nicht verzählt habe, 11 Stockwerke und war geschätzte
Jessi beim Hochzeitstorte aussuchen
Eigentlich wollten wir ja dann endlich in den Zoo, hab allerdings auf dem Weg dorthin noch in einem CD/DVD-Laden Halt gemacht und dann spontan beschlossen, wir könnten ja mal im Plaza de Tecnologia vorbeischauen. Das haben wir dann auch gemacht, haben auf dem Weg dorthin noch in einem anderen Technik-Laden halt gemacht (ich überlege echt, ob ich mir hier ein neues Handy kaufe, mir gefällt das, was Samuel hat, ja ganz gut und es hat eine Kamera und vor allem einen MP3-Spieler) und außerdem noch in einer Churreria. Dort gab es heißen Kaffee oder Kakao und dazu Churros, die sie dort auch direkt selbst produzieren und man kann ihnen aus dem Cafe oder von der Straße aus dabei zugucken (der nette Herr hat sogar freundlicherweise für mein Foto posiert). Den Kakao und die Churros haben wir dann mitgenommen und uns etwas weiter weg auf einen Bürgersteigvorsprung gesetzt und eben jene (noch warmen) Churros vertilgt. Yummi.
Der nette Herr mit den Churros
Und danach waren wir im Plaza de Tecnologia und haben ein bisschen geguckt. Samuel generell und ich nach einem MP3-Player (Ich will einen IPod Nano!), nach einem Headset (da ich meins exakt zuvor zerbrochen hab) und nach einer Webcam. Die Webcam hab ich dann letzenendes sogar bekommen. Die Schwierigkeit dabei war nämlich, dass mein Laptop nicht wie die meisten anderen einen breiten, flachen Bildschirmrand hat, sondern einen ganz schmalen, dafür aber mit Vorsprung und daran kann man die meisten Webcams leider nicht befestigen, warum ich auch Ruthais Webcam nicht mitgenommen hab. Aber letztenendes hab ich jetzt doch eine gefunden, die man ich alle möglichen Richtungen verstellen kann und die tatsächlich auch auf meinen Laptop passt, d.h. wir können jetzt Videoskypen. Also, wer Lust hat... Ein Headset hab ich leider keins gefunden. Ich möchte ja ein schnurloses, damit ich zu Hause skypen kann und dabei durch die Wohnung laufen. Allerdings haben wir genau 2 schnurlose Headsets gefunden: Nummer 1 ist von Microsoft, hat nur eine Seite (so ein ganz kleines, das man sich hinter ein Ohr klemmt) und kostet ca. 30 Euro. Dabei stört mich allerdings vor allem, dass es nur für ein Ohr ist. Nummer 2 ist einfach supergenial, ist wie ein Kopfhörer, richtig schön groß und mit gepolsterten Ohren und allem möglichen Schnickschnack wie Lautstärkereglung direkt am Kopfhörer und hat nur einen Nachteil: Es kostet ca. 60 Euro in Mexiko-Stadt und immernoch (sofern sich Samuel gestern hier nicht verguckt hat) 45 Euro hier in SLP. Und ich weiß wirklich noch nicht, ob ich soviel Geld für ein Headset ausgeben will. Obwohl mich das Headset ja schon reizt... Reichweite
Naja, wie ihr euch nach dem ganzen Geschreibsel wahrscheinlich schon gedacht habt, war dann auch nicht mehr allzu viel mit dem Rest unserer Pläne. Wir sind dann noch ein bisschen darum gelaufen (endlich hab ich bei einem Straßenstand den ersten Band Harry Potter und ‚Veronika beschließt zu sterben’ von Paulo Coelo auf spanisch erstehen können (Harry Potter hab ich jetzt 3 mal gelesen: auf deutsch, englisch und spanisch)), waren beim Chinesen essen (wiedermal musste ich feststellen, dass das chinesische Essen in Mexiko wesentlich besser ist als in Deutschland) und waren dann wenigstens noch auf dem Torre Latinoamerikano. Leider waren wir zu spät für den Sonnenuntergang und noch leiderer regnete es, was hieß, dass die Aussichtsplattform im Freien gesperrt war und man nur in den höchsten geschlossenen Stock hoch konnte. Aber schön war es trotzdem: Mexiko-Stadt bei Dunkelheit von so weit oben ist sehr beeindruckend. Millionen und Abermillionen von Lichtern... Irre.
Vom Plaza Garibaldi aus haben wir dann ein Taxi genommen. Der erste, den wir fragten, wollte 70 (!!!) Pesos haben vom Plaza zum Hostal. Den Abend vorher hatten wir 20 bezahlt. Krass. Der nächste wollte dann 20 und das war okay. Als ich dann fragte, wieviel er bis zum Hostal und von dort zum Central Norte wolle, meinte er 70 und das ist ein durchaus guter Preis, normalerweise bezahlen wir vom Hostal zum Central Norte schon 120. Das haben wir dann also gemacht, sind nur schnell beim Hostal raus um unser Gepäck zu holen und sind dann weiter zum Central Norte. Dort hatten wir Glück und der nächste Bus nach SLP sollte kurz darauf abfahren. Allerdings gab es nur noch 2 Plätze getrennt voneinander. Egal. Und dort ist uns dann etwas passiert, was in der Hitliste meiner unglaublichen Geschichten aus diesem Land durchaus einen der Spitzenplätze einnimmt. Ich weiß nicht mehr genau, welchen Platz Samuel hatte, aber ich hatte Sitzplatz 34. Das an sich mag ja noch nicht ungewöhnlich sein, schließlich ist 34 auch nur eine Nummer unter vielen. Als wir dann jedoch in den Bus stiegen und den Gang entlanggingen, erschien dieser mir bereits recht kurz für so viele Plätze. Und tatsächlich: Mein Gefühl hatte mich nicht getrogen: Der letzte verfügbare Platz trug die Nummer 32. Und danach kam die Toilette. Mhm, ... Da hatten sie uns ein Ticket für Sitzplatz 34 verkauft, obwol der Bus nur 32 Sitzplätze hatte. Und das ganze mit Computersystem. Das weckt doch Vertrauen in die Technik. Naja, es stellte sich dann heraus, dass wir einen anderen Platz nehmen konnten und der Herr auf dem Nachbarsitz war auch so freundlich, mit uns zu tauschen, so dass wir dann zusammen sitzen konnten. Und dann kamen wir morgens so gegen fünf Uhr in SLP an und sind zu meinem Haus gefahren und haben uns ’ne Runde zum schlafen hingelegt. Und das ist die Geschichte von unserem Trip nach DF. Und von unserem Familienfestwochenende erzähl ich im nächsten Post.
Liebe Grüße nach viel zu Lesen,
eure Jessi
Samstag, 9. August 2008
So, jetzt aber endlich fertig!
Also: Viel Spaß dabei,
Jessica
Donnerstag, 7. August 2008
Aktualisierte Fotos
so endlich ist es vollbracht: Mein Picasa-Webalbum ist tatsächlich auf dem neuesten Stand, d.h. es stehen jetzt nicht nur die neueren Fotos im Netz, sondern ich hab auch mal die Alben von früheren Unternehmungen gepostet. Neu dazugekommen sind:
San Marcos Feria, Cumple Jorge, Guadalajara mit Pedro, Lalos Grillparty in meinem Garten, Cumple Pedro und die ganzen neuen Dinge. Ach ja, Bürokollegen kommt jetzt mit noch mehr Kollegen :)
Leider konnte ich die Fotos von Sinaloa noch nicht reinstellen, es gibt Probleme mit der Speicherkarte. Drückt mir alle die Daumen, dass sie noch zu retten sind, es wäre jammerschade drum. Vorgestern hatte ich schonmal Probleme mit den Bildern auf meiner Festplatte, da gab es auch irgendein Dateidurcheinander und plötzlich konnte er gar nichts mehr lesen. Ich dachte schon, alle meine Mexiko-Bilder (außer denen, die Jo auch hat) seien verloren, aber glücklicherweise hat sich das Problem mittlerweile gelöst und ich hab auch 'ne Sicherungskopie gemacht. Aber die Bilder von Sinaloa sind noch auf dem Chip, also wie gesagt: Ganz fest Daumen drücken.
Grüße, Jessi
Mittwoch, 6. August 2008
Kino mit Hindernissen
es ist Mittwoch abend und ich sitze gerade bei Pedro im Büro und langweile mich ein bisschen. Pedro hat Besprechung mit Dr. Jose Luis und Napolis sitzt bei Jaime am Schreibtisch. Ich sitze an Pilys Schreibtisch, die die ganze Woche noch nicht hier war und hier gibt es kein freies Netzwerkkabel, d.h. ich kann noch nicht mal im Netz surfen und ein bisschen Zeit totschlagen. Wie ich das dann schreiben kann? Ich schreibe lokal auf meinem Laptop und poste es später :). Heute morgen hab ich mal wieder Fotos gepostet (bald sind sie tatsächlich auf dem neuesten Stand) und eben hab ich ein bisschen Computertagebuch über mein Wochenende in Sinaloa geschrieben. 3 DIN A4 Seiten und ich bin erst bei Freitag abend. Irgendwie kann ich einfach nicht mit dem Schreiben aufhören, nachdem ich einmal damit angefangen habe. Deshalb schreib ich da jetzt auch nicht weiter, sondern poste einfach was über meinen heutigen Tag, da gibt es nämlich nicht so viel zu erzählen und daher kann ich einfach nicht so viel schreiben. Oder vielleicht besser, der Chronologie halber, etwas übers Wochenende. Allerdings sollte ich dann ein kleines bisschen früher anfangen, nämlich mit Vorinformation über Dienstag nacht. Dienstag nachmittag/abend hatte ich SEM-Session mit Pepe und danach waren wir noch Hot Dogs essen. Das war nicht so die beste Idee des Taqes. Irgendwas dort hab ich nämlich nicht vertragen und daraufhin die folgende Nacht mit Brechen und anderen Verdauungsproblemen verbracht. Inklusive einem fast-Kreislaufzusammenbruch. Dann hab ich Mittwoch erstmal bis um 13 Uhr geschlafen. Tere klopfte so gegen 12 Uhr mal an meine Tür um zu hören, ob bei mir alles okay wär. Ist sie nicht ein Goldstück? Jedenfalls hab ich mich dann noch die ganze Woche mit Magenschmerzen und Verdauungsproblemen rumgeärgert, warum wir am Pepe und ich am Freitag nach der Arbeit in Form einer weiteren SEM-Session uns dann zum Essen für ein leichtverdauliches, magenfreundliches Subway-Sandwich entschieden haben. Jetzt hab ich die Faden verloren... Ach ja, danach war ich noch einkaufen und hab dann vergeblich versucht, jdn. zu finden, der mit mir Billard spielen geht (alle waren beschäftigt oder noch in Ferien). Hab mich also ein bisschen darumgelangweilt, noch ein paar Folgen Big Bang Theorie geguckt und dann irgendwann geschlafen. Am Samstag hab ich dann erst mal gründlichst mein Zimmer aufgeräumt, hab mit meiner Ma geskypet und bis ca. 14.30 Uhr im Schlafanzug darumgehangen. Herrlich faul und gemütlich. Und dann hab ich mich für abends mit Pedro fürs Kino verabredet und bin ins Zentrum gefahren um dort mit Jorge Kaffee zu trinken. Das war eigentlich ganz lustig, aber den Kaffee im Chaires kann ich von mal zu mal weniger empfehlen: Hab jetzt zwei Varianten ausprobiert und beide waren eher schlecht ums nett auszudrücken. Jedenfalls wollten Pedro und ich um 19 Uhr in Wall-E und waren, nachdem wir das Kino dann tatsächlich gefunden hatten (war ein anderes als normalerweise) dann auch nur 15 Minuten zu spät. Na gut, dann eben Planänderung. Wir gehen um 21 Uhr in Wall-E im El Dorado. Karten geholt und dann hatten wir noch Hunger und haben uns dafür entschieden, mal den Chinesen im El Dorade auszuprobieren. Danach hatten wir beide keine Lust mehr auf Popcorn. Aber der Film war super. Total super niedlich und einfach zum herzerweichend Schmunzeln. Pixar halt!
Ist er nicht süß mit seinen Kulleraugen?
Aber das chinesiche Essen stellte sich im Nachhinein als große Fehlentscheidung heraus, das nächste Mal also doch wieder Sushi. Eigentlich wollte ich am Sonntag endlich meine SLP-Bustour machen. Stattdessen hab ich dann den ganzen Sonntag krank mehr oder weniger im Bett verbracht, d.h. im Bett liegend oder in meinem Korbsessel in eine Decke gekuschelt. Das Essen ist mir einfach nicht bekommen. Naja, dafür kann ich jetzt ein paar Grundbefehle von Emacs (zugegeben: Emacs ist cooler als Vi). Hab dann auch nochmal 2 Stunden geschlafen und danach ging es schon wieder einigermaßen und ich konnte doch noch ins Kino gehen. Diesmal sollte es Batman - Caballero de la Noche werden, um 19 Uhr. Allerdings waren wir schon wieder 15 Minuten zu spät und haben keinen Parkplatz gefunden. Also sind wir zum anderen Kino, aber da lief er auch erst später und auf die anderen Filme (z.B. die Mumie) hatten wir keine Lust. Na gut, also die Vorstellung um 21 Uhr. Irgendwie kam mir die Zeit 21 Uhr im Zusammenhang mit Batman zwar komisch vor, aber was soll's, hab erstmal nichts gesagt. Wir waren dann noch kurz bei Pedro und ich hab mir die Muscheln angeguckt, die er lackiert hat ... und den Krebs! Der ist vielleicht irre. Wir haben am Strand einen Krebs gefunden und er hat ihn ausgehölt und lackiert und er ist total toll. Und ich hab 2 RIESIGE Mangos bekommen, die sind so groß wie ... mhm... mir fehlt ein Vergleich. Vielleicht so groß wie ein Kinderkopf, Wahnsinn.
Als wir dann nach vielem Hin-und-Her um 21 Uhr am Kino waren, wurde mir auch klar, warum mir 21 Uhr so spanisch vorgekommen war: Zu diesem Zeitpunkt lief zwar Batman, aber eben nur Doblada, d.h. auf Spanisch. Die Version mit Untertiteln läuft um 22 Uhr. Nagut, also doch noch 'ne Stunde Zeit. Wir waren dann noch im Supermarkt und haben für Pedro Joghurt gekauft und für mich an einem Stand ein Agua de Fruta (nein, diesmal trotz Hunger kein chinesisches Essen) und dann im Kino eine große Tüte Palomitas (yam, ich liebe mexikanisches Popcorn, es kommt nicht süß, sondern mit Salz und Butter und schmeckt normalerweise noch leicht nach Käse, göttlich) und ein bisschen Schoki. Palomitas scheinen genau das richtige bei Magen-Darm-Beschwerden zu sein. Ich konnte sie ohne Probleme essen und Pedros durch den Joghurt verursachte Bauchschmerzen sind mit dem Popcorn auch wieder weggegangen.
Der Film war erstaunlich gut, ich kann ihn empfehlen: Er hat eine halbwegs vernünftige Story, nicht übertrieben viel Action und gute Darsteller. Davon abgesehen, dass ich den Darsteller mag, der die Hauptrolle in 'Thank you for Smoking' spielt (dessen Namen ich natürlich mal wieder vergessen hab), ist der Joker einfach SUPER gespielt, so richtig schön creepy. Herrlich. Wie gesagt: Ich mag den Film, sogar, wenn man um 22 Uhr reingeht, er drei Stunden dauert, es Sonntag ist und man Montag morgens früh aufstehen muss. Allerdings hab ich jetzt beim skypen mit Lena festgestellt, dass ich euch viel über Filme erzählen kann, aber ihr könnt sie euch ja erst in einiger Zeit anschauen. Hier sind die Filme eben doch einiges früher im Kino. Wahrscheinlich komm ich wieder nach Deutschland zurück und hab alle mich interessierenden Filme schon gesehen, sogar bevor sie dort im Kino sind :).
Der Joker: Einfach gruselig gespielt.
So hat also meine Woche angefangen: Im Kinosaal. Ein guter Start in die Woche. Sollte öfter so sein.
Liebe Grüße,
Jessi
Dienstag, 5. August 2008
Konzeptänderung
scheint, dass ich hier im Moment mehr Ankündigungen mache als dass ich tatsächlich erzähle, aber was soll's. Beim Betrachten meines Blogs vorgestern abend ist mir aufgefallen, dass er gerade bei längeren Posts wie z.B. Touris auf Reisen - Teil 1 sehr textlastig ist und ich als Leser wahrscheinlich wenig Lust hätte, mich durch so einen Wust von Text durchzulesen. Um das Ganze etwas lockerer zu gestalten, habe ich daher beschlossen, von meiner ursprünglichen Idee, zur Beibehaltung einer größeren Diskretion Text und Fotos komplett unabhängig voneinander zu veröffentlichen und nur den betreffenden Personen beide Adressen mitzuteilen, abzusehen und auch einige Bilder mit in die Blogs einzubauen. Sind ja schließlich keine kompromitierenden Bilder oder sowas.
Also: Viel Spaß mit der neuen Gestaltung, ich hoffe es gefällt euch. Falls ich Zeit und Lust haben sollte, werde ich vielleicht auch den alten Posts noch ein paar Bilder hinzufügen.
Liebe Grüße,
Jessi
Neue Bilder!
gestern war ich mal fleißig und hab einiges an neuen Bildern ins Netz gestellt. Wenn ihr mögt, schaut mal rein.
Viele Grüße,
eure Jessi
Montag, 4. August 2008
Weltweite Umfrage
beim Festplattendurchstöbern hab ich soeben etwas gefunden, dass mir mein Kommilitone Pascal mal vor Ewigkeiten geschickt hat und es ist so gut, dass ich es euch nicht vorenthalten möchte. Leider ist es auf Französisch :(
Le mois dernier, un sondage a ete mene a l'echelle mondiale par l'ONU. La question etait : "Veuillez, s'il-vous-plait, donner honnetement votre opinion sur d'eventuelles solutions a la penurie de nourriture dans le reste du monde". Pas facile.... Le sondage fut un echec retentissant:
En Afrique, personne ne comprit ce que signifiait "nourriture".
En Europe de l'Est, personne ne comprit ce que signifiait "honnetement".
En Europe de l'Ouest, personne ne comprit ce que signifiait "penurie".
En Chine, personne ne comprit ce que signifiait "opinion".
Au Moyen-Orient, personne ne comprit ce que signifiait "solution".
En Amerique du Sud, personne ne comprit ce que signifiait "s'il-vous-plait".
Aux Etats-Unis, personne ne comprit ce que signifiait "le reste du monde".