Die offizielle Anmeldung hab ich ja aufgrund eines Mangels an Prüfungsterminen noch nicht ausgefüllt, aber da ich die Bestätigung für den DAAD brauchte, habe ich ein formloses Schreiben zur Anmeldung eingereicht, dass auch von dem zuständigen Hochschulprofessor unterschrieben wurde. Nun ist dieses Schreiben aber nicht mehr aufzufinden, womit ich offiziell noch gar nicht angemeldet bin und damit sowieso keine Fristschwierigkeiten haben sollte. Allerdings könnte es natürlich Probleme geben, wenn das Schreiben dann doch noch auftaucht. Aber wie gesagt: Frau Wecker hat mir bestätigt, dass das alles okay ist und damit habe ich offiziell meine Diplomarbeit eingereicht. Yeah!
Ich wollte dann noch einige Seiten in Farbe ausdrucken lassen (gut die Hälfte um ehrlich zu sein, es sind viele Bilder) und das ganze als Buch binden lassen. Allerdings hätten die Ausdrucke 20 Euro gekostet und das Binden wäre heute nicht mehr fertig geworden. Also hab ich es einfach in schwarz-weiss gelassen und nur heften lassen. Zwei Figuren sind zwar nicht so toll, aber was soll's. Im Dekanat ist die elektronische Datei in Farbe und ich werde fragen, ob ich, wenn ich wieder in Deutschland bin, den Ausdruck in Farbe nachreichen kann.
Ansonsten bin ich zufrieden mit der Arbeit: Wie gesagt: 150 Seiten im Letter-Format, was so ca. 120 oder so im A4 Format sind. Martin hat sich mokiert, dass das viel zu viel sei, aber ich meinte, es könnten auch etwas weniger sein und er hat es dann letztendlich so akzeptiert. Und die Arbeit, so wie sie ist, gefällt mir gut. Die Arbeit an sich ist gut (also die Bearbeitung des Themas, immerhin sind schon 2 Veröffentlichungen rausgekommen, davon 1 PRL und wir wollen noch eine dritte schreiben) und auch die Aufbereitung ist gelungen. Man blättert die Arbeit durch und es sieht einfach gut aus. Und die Figuren sind klasse. Die Graphen sind mit xmgrace und sind gut geworden und auch die Figuren in den Grundlagen sehen klasse aus. Oder wie man in Mexiko sagt: Chido! Pedro hat gestern auch noch mal Korrektur gelesen bzw. zumindest drüber gelesen und er meinte, ihm gefalle sie auch, sowohl die Arbeit an sich als auch die Aufbereitung. Also: Ich hab die Arbeit online gestellt, aber da wir noch die dritte Veröffentlichung schreiben wollen, gebe ich den Link hier nicht an. Wer sie lesen will, oder zumindest mal reinlesen, sage mir Bescheid und ich schicke den Link.
Jedenfalls hab ich das Ding dann eben zur Post gebracht und echt Pech gehabt: Die Gewichtsgrenzen sind bis 500 g und dann bis 1000 g mit einem Preisunterschied von mehr als 100 Pesos (beim derzeitigen Stand ca. 5 Euro) und mein Brief wiegt 520 g. Toll, oder? Ein Päckchen dieses Gewichts allerdings, wäre mich 100 Pesos billiger gekommen, da das nur zweite Klasse fliegt. Aber den Umschlag einfach als Paket zu deklarieren ging auch nicht. Das ist eine Logik... . Was soll's, jetzt ist das Ding weg und ich bin einfach nur froh, dass es vorbei ist. Was mich etwas nervös macht, ist, dass ich die Bewertung erst in frühestens 2,5 Monaten oder so erfahren werde. Egal, jetzt kann ich eh nichts mehr dran ändern.
Aber was mach ich jetzt?
Arbeitstechnisch experimentell: will ich hier noch ein Experiment (TGA von SWCNTs) fertig machen. Außerdem muss ich noch Proben präparieren um sie mit nach Deutschland zu nehmen.
Arbeitstechnich theoretisch: Mich um die Daten für das dritte Paper kümmern und anfangen zu schreiben. Den Ansatz für das analytische Potential begutachten, ob sich damit was machen lässt. Anfangen, andere Festkörper zu berechnen. Mit den Simulationen für die Nanoröhrchen weitermachen.
Arbeitstechnisch studentisch: Anfangen, für meine Prüfungen zu lernen. Die beiden Vorträge für die DPG-Tagung in Dresden basteln.
Und sonst: Diese Woche (bzw. das, was davon noch übrig ist, es ist ja schon Donnerstag) werde ich erstmal nichts mehr arbeiten. Wenn ich mich sehr motiviert fühle, werde ich wohl mal anfangen, die Unterlagen über die Arbeit mit InSb auszumisten. Ich wollte mal 'ne vernünftige Anleitung schreiben, bzw. all die Details ordentlich (!!!) dokumentieren, die nicht mit in der Thesis stehen. Aber sonst wohl nichts mehr.
Die Tage werde ich umziehen. Wie schon geschrieben, sind wir das ja eigentlich schon letzte Woche, aber die meisten meiner Sachen sind ja noch in meinem ursprünglichen Haus. Dort war ich heute und hab alles geordnet und fertig gemacht und verpackt.
Das hat mich nur ca. 30 Minuten gekostet (maximal eine Stunde), meine Schränke dort bestanden ja nur aus Kisten. Und selbst die Dinge, die bei Pedro waren und daher schon mitumgezogen sind, sind noch in der Kiste. Wir haben jetzt einen Kleiderschrank, aber meine Seite ist noch komplett leer. Das will ich die Woche ändern. Jorge Carlos Papa hat einen Pick-up und den wollen wir fragen, ob er uns hilft. Also, ob uns Jorge Carlos mit dem Pick-up seines Vaters hilft. Vielleicht morgen.
Und ich will endlich mal wieder was anderes machen, vielleicht fange ich an, Schmuck zu machen. Rosio, Magdas Schwester hat mir gesagt, wo im Zentrum es einen Laden gibt und dass sie es einem dort auch beibringen. Nächsten Montag kehrt sie wieder nach Hause zurück. Sie meinte, sie könnte mir am Wochenende auch ein bisschen was zeigen, wenn ich Lust hätte. Mal schauen. Oder ich fange an, Schals zu stricken. Hier gibt es etwas, das ist im Prinzip wie eine Strickliesel (Kennt ihr die noch?) für Schals. Das wäre lustig und da hätte ich voll Lust drauf. Mal schauen.
Vielleicht kommen wir auch das Wochenende endlich dazu, Schlittschuhlaufen zu gehen. Ja, ihr habt richtig gehört: Schlittschuhlaufen! Seit dem 23. 12. gibt es in SLP im Park Morales (der Park beim HEB, in der Nähe des Instituts) eine Schlittschuhbahn und die bleibt noch bis irgendwann im Februar. Ja, eine Schlittschuhbahn und das bei tagsüber oftmals in die 20 Grad. Heute wollte ich mir die Bahn mal näher angucken (sie ist übrigens tatsächlich im Freien) und fand am Eingang ein Schild, dass da sagte "Wir nehmen keine Pasta mehr!" und mich doch beachtlich verwirrte. Pedro, was bedeuted Pasta? Pasta? Pasta ist Pasta, das Zeug zum Essen. Häh???? Was hat Schlittschuhlaufen mit Nudeln zu tun? Und dann klärte mich Pedro darüber auf, dass als Eintrittspreis eine Spende zu entrichten ist für ... Ich weiß gar nicht, für wen genau. Jedenfalls, kann man wohl Kleidung spenden oder Lebensmittel oder was man halt so hat. Allerdings keine Pasta. Sagt zumindest das Schild am Eingang. Pedros Vermutung war, dass die Leute einfach so 'ne Tütensuppe mit Nudeln gekauft haben und die gespendet haben. Wer weiß. Hoffentlich klappt das mit dem Schlittschuhlaufen am Wochenende. Der Plan ist, am Samstag zu gehen und Rosio will dann auch mit. Das dürfte lustig werden, Rosio ist cool. Damit es hier nicht so textlastig wird, poste ich mal ein Foto von ihr beim Kochen:
So, fällt mir jetzt auf Anhieb noch was ein, was ich schreiben könnte? Außer, dass ich demnächst, nachdem ich ja jetzt wieder etwas mehr Zeit hab, erstmal 'ne Runde Mails schreiben und vielleicht auch wieder etwas regelmäßiger bloggen werde, fällt mir jetzt zu diesem Thema nichts mehr ein. Das nächste Thema bekommt einen eigenen Post.
Also viele Grüße von einer Jessica, die das Gefühl hat, einen großen Schritt in Richtung Studienabschluss getan zu haben
Also viele Grüße von einer Jessica, die das Gefühl hat, einen großen Schritt in Richtung Studienabschluss getan zu haben
Das Zeug in Kisten, die Wände kahl: Sieht nach Umzug aus.
Für diejenigen, die nicht wissen, was eine Strickliesel ist: So sieht sie aus. Erinnert mich furchtbar an meine Kindheit. Ich hatte glaub ich 2 oder 3, alle das gleiche Modell, alle in hellblau.
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