Gestern war Mittwoch und mittwochs ist Kinotag, der Eintritt kostet nur 33 statt 50 Pesos, also bei einem angenommen Wechselkurs von 15 zu 1 (momentan ist allerdings fast 20 zu 1) 2 Euro und ein paar zerquetschte statt den normalen 3,30 Euro. Anmerkung: 3,30 Euro als regulärer Kinopreis, ist das nicht toll?
Jedenfalls haben wir die Gelegenheit genutzt um uns in der Spätvorstellung um 21.50 Uhr den "The Curious Case of Benjamin Button" anzuschauen. Eigentlich wollten wir den Samstag schon sehen, hatten dann aber spontan beschlossen, die Zeit mit Jaime zu verbringen (wir waren dann zu dritt in der Querencia) und ihn anschließend zum Bahnhof zu bringen.
Fazit des Films: Laut Programm dauert der Film 166 Minuten, jedoch vergeht die Zeit wie im Flug, Längen existieren praktisch keine. Benjamin Button wird als Greis mit 80 Jahren geboren um von da an jeden Tag jünger zu werden. Seine ersten Jahre verbringt er im Altersheim, wo er auf Daisy trifft, die dort regelmäßig ihre Großmutter besucht. Er verliebt sich auf den ersten Blick. Die Geschichte ist locker und leicht ohne oberflächlich zu wirken. Die Haupthandlung wird im Tagebuchstil erzählt (inklusive innerer Monologe) was dem Zuschauer den Hauptcharakter nahe bringt. Erzählt wird sein ganzes Leben bzw. auch das von Daisy, die ihre Zeit und ihren Alterungsprozess in natürlicher Weise durchläuft. Einige Lacher lockern die Atmosphäre auf. Und zu guterletzt: Brad Pitt in seinen mittleren Jahren ist natürlich ein Hingucker und in der ersten Szene, in der er auf einem Motorrad zu sehen ist (nach dem Motto: jung und frei) ging ein eindeutig zu vernehmendes Raunen durchs Publikum :) . Aber auch für Leute, die keine ausgesprochenen Pitt-Fans sind, ist der Film zu empfehlen. Die Charaktere sind meiner Meinung nach durch die Reihe weg gut gespielt und liebevoll ausgearbeitet ohne dabei jedoch kitschig zu wirken. Obwohl der Film auch ein Liebesfilm ist, ist er für mich in erster Linie ein Film über das Leben. Alles in allem: Sehr zu empfehlen.
Gerade hab ich gelesen, dass Eric Roth der Drehbuchautor ist. Er hat auch das Drehbuch zu Forrest Gump geschrieben. Und ja: wenn man's weiß, sind die Parallelen im Stil offensichtlich.
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