Hallo ihrs,
gestern abend war ich in der Stadt (naja, nicht wirklich in der Stadt, also im Zentrum, sondern in der Straße Caranza, die die Hauptstraße Richtung Zentrum darstellt) um mich nach Spanisch-Kursen zu erkundigen. Zuerst muss ich mal sagen, dass es hier nicht viele Leute gibt, die Spanisch-Kurse belegen wollen (die Stadt läuft nicht gerade über vor Ausländern) und daher alle Kurse Einzelkurse sind, also Schüler und Lehrer. Das ist wahrscheinlich nicht so unterhaltsam, aber ich hoffe mal, wenigstens effizient (kann mir mal jemand den Unterschied zwischen effektiv und effizient erklären?). Außerdem ist es hier nicht so wirklich normal, konkrete Informationen übers Internet zu verbreiten. Versucht mal sowas wie Spanisch+San Luis Potosi in Google einzugeben und dann konkrete Infos zu finden, keine Chance. Man muss einfach Glück haben und genügend Leute fragen und die Augen offen halten. Also hier die Ergebnisse meiner bisherigen Untersuchungen:
Am Sprachenzentrum der Universität (im Zentrum) gibt es Spanisch-Unterricht. Das erste Packet umfasst 20 Stunden und kostet 2000 Pesos (Umrechnungskurs: 1 Euro = 16 Pesos). Die nächsten Packete umfassen jeweils 10 Stunden und kosten 1000 Pesos. Also ca. 6 Euro pro Stunde. Dazu kommt das Unterrichtsmaterial: Das benötigte Buch reicht für 40 Stunden und kostet 450 Euro. Jorge und Pily meinten, 100 Pesos pro Stunde sei nicht gerade günstig, aber immerhin ist es Einzelunterricht, dementsprechend sei das okay. Das denke ich auch. Gut bei diesem Konzept ist auch, dass man jeden Termin seperat absprechen kann, was bei diesem Laborzeitplan hier von entscheidendem Vorteil ist. Außerdem ist es ab Anfang Juni möglich, auch Samstags Unterricht zu nehmen (momentan haben die Lehrer alle Samstags zu tun), was ein weiterer klarer Vorteil ist.
Soweit zum Unterricht am Sprachenzentrum. Weitere (theoretische) Möglichkeit:
Die Berlitz-Sprachschule in der Carranza. Dort war ich gestern abend und hab mich auf Anhieb wohlgefühlt. Man betritt einen Raum und hört und sieht Menschen, die die eigene Sprache sprechen. Heimat :). Ich hab sogar jemanden getroffen, der aus Bielefeld kommt (jaja, ich weiß, Bielefeld gibt's doch gar nicht). Aber für diejenigen, die es nicht wissen: Bielefeld ist ca. 120 km von meiner Heimatstadt entfernt und einer meiner Exfreunde kommt aus Bielefeld. Da fühlt man sich doch gleich daheim. Natürlich auch im Berlitz Einzelunterricht, allerdings zu etwas anderen preislichen Konditionen: Ein Level umfasst 32 Stunden.... und, und jetzt haltet euch fest, kostet ca 1000 Euro (!!!!!!!!). Und dazu kommt das Buch, das auch nicht ganz billig ist. Obwohl es mir im Berlitz auf Anhieb gefallen hat, so viel Geld hab ich dann doch nicht. :(
Dritte Möglichkeit: Quick-Learning. Ist mehr oder weniger direkt gegenüber vom Berlitz und auch dort hab ich gestern abend vorbeigeschaut. Und hab Perla getroffen (meine Bürokollegin, die dort Englisch-Unterricht nimmt). Dort gibt's es normale Spanisch-Kurse, die als Semi-Intensivkurse jeden Wochentag (Mo-Fr) sind und täglich 1,5 Stunden dauern. Dieser Kurs kostet ca. 100 Euro pro Monat und das Unterrichtsmaterial ist im Preis enthalten. Außerdem gibt es ein Internet-Portal mit Übungen. Das Problem: Ich wäre die einzige Schülerin, deshalb kann es passieren, dass ich letztendlich doch mehr bezahlen muss. Das muss ich direkt mit der Direktorin klären, die allerdings erst Mittwoch (also morgen) wieder da ist. Morgen abend weiß ich also mehr. Quick-Learning hätte im Vergleich zum Sprachenzentrum den Vorteil, dass es wesentlich näher ist, allerdings ist es nicht so international wie das Berlitz *schnöff*. Aber was soll's, man kann halt nicht alles haben...
Ich glaube, es gibt auch noch ein Institut, das sich White-Learning nennt, aber das muss ich noch näher erforschen. Soweit zu meinen Spanischkurs-Entwicklungen.
Mhm, mir fällt gerade auf, dass dieser Post bis jetzt noch nicht allzu viel mit seinem Titel zu tun hatte, daher sollte ich das wohl mal ändern: Als ich aus dem Quick-Learning kam, war es schon ziemlich spät und da ich noch zum Sport wollte, wollte ich den Bus nehmen (die Carranza entläng fährt die R23, die bis zum Oxxo in meiner Nähe fährt). Die dumme 23 hat aber nicht gehalten. Da war ich so stinkig, dass ich beschlossen habe, bis zum HEB zu laufen und dort den Bus zu nehmen. Dann war ich allerdings noch einkaufen (aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei und daher hatte ich Glück und es gab endlich wieder Guaven (nachdem ich es 2 mal vergeblich versucht hatte), ich liebe Guaven, yammy) und als ich aus dem HEB kam, war es so gegen 22.15 Uhr. Und es fuhren auch noch Busse. Jede Menge. Merkwürdiger- und unangenehmerweise allerdings alle IN DIE FALSCHE RICHTUNG. Das mussten auch die beiden Typen (Ricardo und Lalo, wie sich später herrausstellte) feststellen, die mit mir zusammen an der Haltestelle standen. Wir sind dann ins Gespräch gekommen (natürlich über den Bus) und haben festgestellt, dass Ricardo und ich mehr oder weniger in der gleichen Gegend wohnen. Nachdem es dann offensichtlich war (so gegen 22.45 Uhr), dass kein Bus mehr kommen würde, sind wir dann zusammen gelaufen, was ziemlich unterhaltsam war. Und wie sich das für einen mexikanischen Gentleman gehört, hat er mich sogar an meiner Haustür abgeliefert. KRASS, oder? Aber hier sind die Männer sowieso viel im höflicher im klassischen Sinne. Türen aufhalten ist eine Selbstverständlichkeit, ebenso solche Dinge wie, dass die "Dame" auf der Innenseite des Bürgersteigs zu gehen hat u.a. Daran muss man sich als Deutsche erstmal gewöhnen (allerdings fürchte ich, dass es in die andere Richtung wesentlich schwieriger werden wird ;) ).
Und dann kam ich nach Hause und stellte fest, dass Tere nicht nur meine helle Wäsche wie versprochen gewaschen hatte (den Tag vorher gab es Probleme mit der Waschmaschine bzw. mit der Wasserpumpe und dann konnte ich nicht waschen, weil sich erst die Erde im System setzen musste), sondern sie auch aufgehängt und wieder abgehängt hatte und auch meine dunkle Wäsche gewaschen hatte. Eigentlich hatte ich ihr aus dem Supermarkt Schokolade mitgebracht, aber jetzt muss ich mir wohl was Besseres überlegen.
Fantasie ist gefragt, oh je.
So, jetzt muss ich aber wirklich noch was arbeiten, hab eben eine halbe Ewigkeit im SEM-Lab verbracht (bin einmal komplett eingefroren) und muss nachher noch mal hin und meine zu lesenden Paper warten.
Liebe Grüße, eure Jessi
P.S: Mein Sonnenbrand wird besser, ich kann mich jeden Tag mehr bewegen :)
Dienstag, 20. Mai 2008
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Hi Jessica,
AntwortenLöschenfrom my experience I can say that the schedule of bus 23 is not clear at all specially at night, so I used to take a taxi (not so expensive there really) or to take another bus that can let me closer to my place.
It is nice that you have gotten (or got ?) some alternatives for your spanish course. The Berlitz one seems tobe really expensive to me (compared also with a normal french course here which cost around 300 euros here in Grenoble).
I remember that there is a german consulate (?) near carranza and probably they know about some options for you. Jorge knows about it and I even have the phone number somewhere... in san luis :(
Good luck with the work at the lab!
tu Samuel
es gibt auch in Deutschland einige die dir gerne die Tür aufhalten und dich hören auch wenn du noch so leise rufst
AntwortenLöschenLieben gruß
michael-rosskamp.de